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Tim Burton's Nightmare Before ChristmasThe Nightmare Before Christmas Puppentrickfilm, USA 1993, Regie: Henry Selick, Buch: Caroline Thompson und Michael McDowell, Kamera: Pete Kozachik. Autor: Tim Burton. Musik: Danny Elfman, Produzent: Tim Burton und Denise De Novi, Tim Burton, Denise De Novi.
Wer als gruselerfahrener Kinogänger den Begriff "Nightmare" hört, denkt sofort an den fiesen Freddy Krueger, der in bislang sieben Horrorstreifen mit seinem Messer- bzw. Scherenhandschuh schreckliche, gar todbringende Träume verursachte. Doch davon ist in der weihnachtlichen Tim Burton-Geschichte nichts enthalten. Denn das imposante an dem Werk ist, dass es sich um einen abendfüllenden, ideenreichen und äußerst komischen Puppentrickfilm in Musical-Form handelt, der im Stop-Motion-Verfahren erstellt wurde. Eine Menge grotesker Gestalten (wie etwa Dr. Finkelstein, der doppelgesichtige Bürgermeister, der Boogie Man oder die zusammengeflickte Sally) wurden zu filmischem Leben erweckt und huschen munter durchs düstere Bild. Auch wenn die Stop-Motion-Technik (zwischen Einzelbildaufnahmen werden Puppenteile minimal bewegt, die dann beim richtigen Abspulen des Films wie lebensechte Gebärden wirken) fast so alt ist wie das Kino selbst, so scheint sie gerade dieser Tage durch die fortschreitende Computeranimation kaum noch stattzufinden. Um so lobenswerter, dass sich das Team um "Batman"- und "Beetlejuice"-Regisseur Tim Burton auf die Spuren von den großen Stop-Motion-Animateuren Willis O'Brien, George Pal und Ray Harryhausen begeben hat und eine großartige, wenn auch bizarre Feiertagscharade inszenierte, die ebenso larmoyant wie atemberaubend unterhält. Allerdings könnten Kinder unter acht Jahren hier das Fürchten lernen. Foto: Disney |