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Opernball


Thriller, Deutschland 1997, Regie: Urs Egger, Buch: Gundula Leni Ohngemach. Autor: Josef Haslinger. Kamera: Lukas Strebel, Musik: Dominic Roth, Produzent: Bernd Eichinger. Mit: Heiner Lauterbach, Franka Potente, Gudrun Landgrebe, Wolfgang Böck, Frank Giering, Richard Bohringer, Caroline Goodall, Tonio Arango, Andreas Lust, Walther Schmidinger, Georg Prokop, Désirée Nosbusch, Dieter Moor, Martin Brambach.


Einer gegen alle: Heiner Lauterbach sticht mit seinen Recherchen ins Wespennest  
Ein Terroranschlag beim traditionellen Wiener Opernball fordert 4000 Menschenleben. Unter den Opfern ist auch der Sohn des bekannten TV-Journalisten Kurt Frazer. Gemeinsam mit seiner jungen Kollegin will er die Hintergründe der Katastrophe aufdecken und gerät dabei in ein Netz aus Korruption auf höchster Ebene...

So weit, so gut. Doch die Story ist grausamer, als es der Kurztext vorgibt. Die Gäste auf dem Opernball sterben bei einem Blausäure-Giftgas-Attentat wie die Fliegen und Frazers Arbeitgeber, der Sender "ETV", liefert die Live-Bilder. Das ist der Stoff, aus dem der elf Millionen Mark teure Polithriller geschnitzt ist, und er riecht nach aufwändiger aber tumber Action, gestreckt auf zwei mal 90 Minuten. Die Katastrophe als Unterhaltung, der Walzer in den Tod. Immerhin konnte für diese Geschmacklosigkeit in Dolby Surround (und sicherlich brillanten Bildern) ein ganz bekanntes TV-Gesicht gewonnen werden: Heiner Lauterbach. Im "Opernball" ist er wieder auf der Seite der Gerechten und Wahrheitsliebenden, sein "Faust" und sein "Dorn" (bei den "Eurocops") fuhren auf ähnlicher Schiene.

Foto: BR