in 15 Min. in 60 Min. 20.15 Uhr 23 Uhr Tipps heute
TV-Programm Suche Stargalerie 16:9 TV-Startseite

Der Herr der Ringe - Die Gefährten


The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring

Fantasy, USA 2001, Regie: Peter Jackson, Buch: J.R.R. Tolkien, Peter Jackson, Frances Walsh und Philippa Boyens, Fran Walsh, Stephen Sinclair, Philippa Boyens und Peter Jackson, Kamera: Andrew Lesnie. Autor: J. R. R. Tolkien. Musik: Howard Shore und Enya, Titelsong, Produzent: Peter Jackson, Fran Walsh, Michael Lynne, Mark Ordesky, Rick Porras, Tim Sanders, Jamie Selkirk und Barrie M. Osborne. Mit: Elijah Wood, Ian McKellen, Liv Tyler, Viggo Mortensen, Sean Astin, Cate Blanchett, John Rhys-Davies, Billy Boyd, Dominic Monaghan, Orlando Bloom, Christopher Lee, Bernard Hill, Hugo Weaving, Sean Bean, Ian Holm, Andy Serkis, John Noble, David Wenham, Marton Csokas, Brad Dourif, Miranda Otto, Robyn Malcolm, Brian Sergent, Craig Parker, Nathaniel Lees, Mark Ferguson, Bruce Spence, Robbie Magasiva, Sarah McLeod, Stephen Ure, Harry Sinclair, Lawrence Makoare.


Er trägt den Ring und soll ihn zerstören: Elijah Wood als Frodo
Finster-fiese Gestalten huschen durchs dunkle Geäst, jagen eine illustre Schar kleiner menschenähnlicher Wesen. Kein Zweifel: Wir befinden uns auf Mittelerde, denn die bösen Orcs sind den liebenswerten Hobbits auf der Spur. Der junge Hobbit Frodo Beutlin hat von seinem Onkel Bilbo einen mysteriösen Ring bekommen. Der menschliche Zauberer Gandalf weiß um die Macht des Ringes. Einst wurde er geschmiedet, um den finsteren Fürsten Sauron die Macht zu geben, das gesamte Reich Mittelerde zu unterjochen. Doch ein tapferer Recke schlug ihm den Ring vom Finger und Saurons Macht brach jäh zusammen. Nun ist es an Frodo, diesen unheilvollen Ring zu zerstören. Doch das geht nur, wenn er ihn dorthin bringt, wo er hergekommen ist. So macht sich der kleine Frodo auf einen mühevollen Weg. Dabei wird er von drei Hobbit-Freunden, einem Zwerg, einem Elben und drei Menschen - unter ihnen Zauberer Gandalf - begleitet. Doch die Feinde der neun Gefährten schlafen nicht ...

J.R.R. Tolkiens "Herr der Ringe" gilt als Fantasy-Klassiker. Hier geht es um den ewigen Kampf des Guten gegen das Böse. Harmlose Kreaturen wachsen über sich hinaus, beweisen angesichts des Schreckens unglaublichen Mut und ziehen tollkühn gegen archaische Kräfte zu Werke. Unzählige Fantasy-Werke wurden von Tolkien beeinflusst, stellenweise sogar direkt kopiert. George Lucas' "Krieg der Sterne" etwa wäre ohne Tolkien undenkbar. Warum dauerte es also derart lange, bis man sich die 1954 erschienene Trilogie über den "Herr der Ringe" als Realfilm vornahm? Ganz einfach: Ralph Bakshis Zeichentrickversion musste scheitern, weil alles zu harmlos daher kam und die Tricktechnik erst jetzt zu der Perfektion gefunden, um ein derartiges Unterfangen als Realfilm auf die Beine zu stellen. Über 300 Millionen Dollar kosteten alle drei Teile - denn Regisseur Peter Jackson konnte die Kosten nur senken, indem er mit enormem logistischen Aufwand direkt alle Teile inszenierte. Das Ergebnis wird auch den ärgsten Zweifler überwältigen. Jackson ist ein unglaublicher Visionär, der hier umwerfende Bilder von Mittelerde und deren unterschiedlichen Geschöpfen inszenierte. Atemberaubende Landschaften, packende Action und mystische Spannung ließen einen zu Recht dem zweiten und dritten Teil entgegen fiebern. Auch die Oscar-Jury honorierte Jacksons Fantasy-Reigen, obwohl er bei 13 Nominierungen nur vier Oscars erhielt: beste Kamera, bestes Make-up, beste Spezialeffekte und beste Filmmusik.

Foto: Warner