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Wer früher stirbt, ist länger tot


Komödie, Deutschland 2006, Regie: Marcus H. Rosenmüller, Buch: Marcus Hausham Rosenmüller und Christian Lerch, Marcus H. Rosenmüller und Christian Lerch, Christian Lerch, Marcus H. Rosenmüller, Kamera: Stefan Biebl, Musik: Gerd Baumann, Produzent: Andreas Richter, Cornelia Ackers, Andreas Richter und Ursula Woerner, Annie Brunner, Maike Beba, Ursula Woerner, Barbara Josek, Bettina Reitz, Ursula Wörner. Mit: Markus Krojer, Fritz Karl, Jule Ronstedt, Jürgen Tonkel, Saskia Vester, Maximilian Brückner, Hans Schuler, Pia Lautenbacher, Franz Xaver Brückner, Heinz Josef Braun, Johann Schuler, Klausi Steinbacher, Sepp Schauer, Heinz-Josef Braun, Klaus Steinbacher, Johanna Bittenbinder, Tim Seyfi, Alexander Liegl, Monika Manz, Stefanie von Poser, Arnd Schimkat, Konstantin Wecker, Edeltraud Schubert, Robert Joseph Bartl.


Du bist so romantisch! Fritz Karl und Jule Ronstedt
Den 11-jährigen Sebastian aus dem kleinen bayerischen Dorf Germringen haut es fast vom Hocker, als er erfährt, dass seine Mutter bei seiner Geburt gestorben ist. Schon bald macht er sich die schlimmsten Vorwürfe und sucht nach einem Ausweg, um alle seine Sünden - und das sind nicht wenige - ungeschehen zu machen. Denn er hat Angst, das er nach seinem Tod mit dem ewigen Fegefeuer bestraft wird. Gute Ratschläge, wie er der drohenden Hölle entkommen kann, holt er sich kurzerhand bei drei Stammtischlern aus der Kneipe, die sein Vater Lorenz, nur kurz Kandlerwirt genannt, betreibt. Sebastians Übereifer führt jedoch nicht zum gewünschten Erfolg: ein gesprengter Hase, ein unsittlicher Antrag an seine Lehrerin Veronika, eine beinahe zu Tode gebrachte Greisin aus der Nachbarschaft – das alles verbessert die Situation nicht gerade...

Ein echtes bayerisches und dabei ungeheuer witziges Kinostück, das Marcus H. Rosenmüller, Absolvent der Münchner Hochschule für Film und Fernsehen, mal mit augenzwinkerndem, dann aber auch wieder krachlederndem Humor inszeniert hat. Gleichzeitig sein Langfilm-Debüt, besticht die Komödie als toller Mix aus Heimatfilm, Fiktion und surrealistischen Einschüben. Und auch die Darsteller sind durchgehend gut aufgelegt, besonders der erst 12-jährige Markus Krojer in der Hauptrolle des Sebastian. "Wer früher stirbt, ist länger tot" wurde 2006 mit dem mit 30000 Euro dotierten Förderpreis des deutschen Films für Regie ausgezeichnet - und das zu Recht.

Foto: Roxy Film