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Heinz Rühmann

  • Geboren am Freitag, 7. März 1902
  • Geboren in Essen, Deutschland
  • Gestorben am Montag, 3. Oktober 1994
  • Gestorben in Aufkirchen, Berg am Starnbergersee, Deutschland


Auch als "Maigret" erfolgreich: Heinz Rühmann
Beliebter als Heinz Rühmann ist noch nicht einmal der blonde Hans Albers, dem er 1937 als Dr. Watson in Karl Hartls "Der Mann, der Sherlock Holmes war" assistiert. Doch Heinz Rühmanns erfolgreichste Filmrolle ist die des Oberprimaners Pfeiffer "mit drei F" in "Die Feuerzangenbowle", inszeniert 1944 von Helmut Weiss. Heinrich Spoerls Geschichte vom Schriftsteller, der noch mal die Schulbank drückt, war in der Verfilmung von 1934 ("So ein Flegel" von R. A. Stemmle, ebenfalls mit Rühmann) origineller, doch erst der zweite Film bringt den Erfolg, und Rühmann macht auch dieses Remake durch sein brillantes Spiel sehenswert. Als "Quax, der Bruchpilot" sorgt er gleich zweimal, 1941 und 1945 ("Quax in Afrika"), für schallendes Gelächter im Kino, in einer Zeit, wo man eigentlich nicht einmal im Kino Grund zum Lachen hatte.

Der kleine, unscheinbare Mann, der für eine kurze Zeit aus der Anonymität der Masse herauskommt, ein bisschen große Welt spielt und dann wieder in der Menge verschwindet, das ist so etwas wie das Raster für die meisten Rühmann-Rollen - ob in der Zeit der Weimarer Republik, im Nazi-Deutschland oder der Bundesrepublik: Rühmanns Rollen passen in alle Zeiten. Der Schauspieler bezeichnet sich als unpolitisch, doch in der totalen Unterwürfigkeit, in der Vorstellung, man könnte so einfach dem jeweiligen Gebot der Stunde folgen, seine Pflicht tun, seinen Prinzipien leben, in dieser Einstellung zum Leben liegt eigentlich ein hochpolitisches Aktiv-Sein.

"Ich kümmere mich nicht um diese Dinge," sagt Rühmann 1975 in einem Interview zum Thema Politisierung der Kunst, und in dieser Ignoranz gegenüber der Realität, der politischen und sozialen Wirklichkeit liegt eine stillschweigende Übereinkunft mit aktuellen Missständen. Gewiss, Rühmann ist ein ausgezeichneter Darsteller. Man spürt das nicht so sehr in seinen "Paraderollen", dem Angestellten, dem Handwerker, Doktor, Lehrer oder Beamten, also dem mausgrauen Staatsbürger, sondern in jenen Rollen, die man ihm "gegen den Strich" bürstet. Fritz Kortner hat ihn einmal überredet, in "Warten auf Godot" zu spielen.

Fortsetzung



 Demnächst im TV ...

Freitag, 21. Juni 2013

8.55-10.20 Heimatkanal
Der Himmel auf Erden
Musikkomödie, Österreich, 1935, 82 min

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1.30-3.05 Sky Nostalgie
Der Kapitän
Komödie, Deutschland, 1971, 89 min, FSK 6

Mittwoch, 26. Juni 2013

21.55-23.25 Sky Nostalgie
Charleys Tante
Komödie, Deutschland, 1955, 87 min

Donnerstag, 27. Juni 2013

5.40-7.15 Sky Nostalgie
Der Kapitän
Komödie, Deutschland, 1971, 89 min, FSK 6

Samstag, 29. Juni 2013

12.00-13.30 Sky Nostalgie
Charleys Tante
Komödie, Deutschland, 1955, 87 min

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Der Kapitän
Komödie, Deutschland, 1971, 89 min, FSK 6

Montag, 8. Juli 2013

10.20-11.50 Sky Nostalgie
Charleys Tante
Komödie, Deutschland, 1955, 87 min

Montag, 15. Juli 2013

4.20-5.50 Sky Nostalgie
Charleys Tante
Komödie, Deutschland, 1955, 87 min

Dienstag, 16. Juli 2013

1.20-2.45 Heimatkanal
Der Himmel auf Erden
Musikkomödie, Österreich, 1935, 82 min, FSK 12
8.55-10.20 Heimatkanal
Der Himmel auf Erden
Musikkomödie, Österreich, 1935, 82 min, FSK 12

Mittwoch, 17. Juli 2013

12.30-14.00 MDR
Ein gefundenes Fressen
Tragikomödie, Deutschland, 1977

Montag, 22. Juli 2013

3.35-5.05 Sky Nostalgie
Charleys Tante
Komödie, Deutschland, 1955, 87 min

Samstag, 27. Juli 2013

3.40-5.05 Heimatkanal
Der Himmel auf Erden
Musikkomödie, Österreich, 1935, 82 min, FSK 12