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Ingrid Caven

  • Geboren am Mittwoch, 3. August 1938
  • Geboren in Saarbrücken, Deutschland


Sängerin und Schauspielerin Ingrid Caven
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Edith Piaf und Marlene Dietrich - immer wieder wurden die beiden Gesangs-Ikonen bemüht, wenn es darum ging, einen würdigen Vergleich für Ingrid Caven zu finden. Bekannt wurde die aus Saarbrücken stammende Sängerin durch ihre Arbeit mit Rainer Werner Fassbinder, berühmt wurde sie mit ihren Gesangserfolgen in Paris.

Die Sängerin und Schauspielerin wurde von Rainer Werner Fassbinder, mit dem sie von 1970-1972 verheiratet war, in einem Münchner Varieté entdeckt. Fortan war sie in vielen seiner Filme zu sehen. Ihr Kinodebüt gab sie 1969 in der Rolle einer Prostituierten in dem Drama "Liebe ist kälter als der Tod", gefolgt von der Rolle der Magdalena Fuller in "Götter der Pest" (ebenfalls 1969). Weitere Arbeiten mit Fassbinder waren danach "Warum läuft Herr R. Amok?", "Das Kaffeehaus", "Der amerikanische Soldat", in dem sie eine Sängerin (!) verkörperte, "Die Niklashauser Fart", "Rio das mortes" "Warnung vor einer heiligen Nutte" (alle 1970), "Händler der vier Jahreszeiten" (1972), "Welt am Draht", "Angst essen Seele auf", "Martha" (alle 1973), "Faustrecht der Freiheit" (1974, wieder als Sängerin), "Mutter Küsters' Fahrt zum Himmel", "Angst vor der Angst" (beide 1975), "Satansbraten" (1976), "Despair" sowie "In einem Jahr mit 13 Monden" (beide 1978).

Ihre Musikbegeisterung führt sie schließlich Ende der Siebzigerjahre zu ihrer zweiten Karriere als Chansonsängerin. Mit Kompositionen von Peer Raben und Texten von Fassbinder und Hans-Magnus Enzensberger und in einer legendären Robe von Yves Saint Laurent wird sie zur "Callas des europäischen Cabarets", so schrieb seinerzeit "Village Voice". 2000 schließlich sorgte ihr Lebenspartner Jean-Jacques Schuhl Buch "Ingrid Caven" für großes Aufsehen und wurde in Frankreich mit dem höchsten Literaturpreis, dem Prix Goncourt, ausgezeichnet.

Weitere Filme mit Ingrid Caven: "Haytabo" (1971), "Der Tod der Maria Malibran", "Ludwig II - Requiem für einen jungfräulichen König" (beide 1972), "Zahltag", "Die Zärtlichkeit der Wölfe" (beide 1973), "La Paloma", "My Little Loves" (beide 1974), "Schatten der Engel", "Goldflocken" (beide 1975), "Violanta" (1977), "Malou" (1980), "Der Mond is nur a nackerte Kugel", "Heute spielen wir den Boss", "Looping - Der lange Traum vom kurzen Glück" (alle 1981), "Tag der Idioten", "Dirty Daughters oder Die Hure und der Hurensohn", "Die wilden Fünfziger" (alle 1982), "Verbieten verboten", "Des Teufels Paradies" (beide 1987), "Zwischensaison" (1992), "Stille Nacht" (1995), "Weitertanzen" (2007), "Daniel Schmid - Le chat qui pense" (2010).

Foto: www.ingridcaven.info