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Johanna Gastdorf
Ihre ersten TV-Auftritte hatte Johanna Gastdorf dann Anfang der Neunzigerjahre in Serien wie "Freunde fürs Leben", "Böses Blut" oder "Nur eine kleine Affäre", bevor sie in Lars Beckers Kriminalfilm "Bunte Hunde" neben Peter Lohmeyer und Til Schweiger eine Staatsanwältin verkörperte. Ebenfalls 1995 entstand die Beziehungskomödie "Küss mich!" von Maris Pfeiffer, in der sie an der Seite von Heino Ferch und Katja Riemann zu sehen war, und der Thriller "Inzest - Ein Fall für Sina Teufel" mit Renan Demirkan. Wieder mit Heino Ferch - sie spielte seine Sekretärin - stand Johanna Gastdorf für die TV-Komödie "2 Männer, 2 Frauen - 4 Probleme" (1997) vor der Kamera. Belanglos war allerdings Gabriela Zerhaus Komödie - wie man bei dem Titel schon ahnt - "Auch Männer brauchen Liebe" (1998). Viel besser, weil wirklich witzig, war Horst Sczerbas TV-Film "Halt mich fest!", in dem Johanna zum wiederholten Male mit Jan-Gregor Kremp zusammenarbeitete. Unter der Regie von Sczerba entstand zwei Jahre später auch der Kinofilm "Herz". Nach ihrem Wechsel ans Bochumer Schauspielhaus spielte Johanna 2002 in Oliver Storz' gelungenem Politdrama "Im Schatten der Macht" und Isabel Kleefeld besetzte sie 2003 in ihrem Jugenddrama "Königskinder" als Mutter eines jungen Träumers, der plötzlich Vater wird. Überhaupt war das Jahr 2003 ein unerhört wichtiges für die Darstellerin: Sie spielte in Sönke Wortmanns Erfolgsfilm "Das Wunder von Bern". Hier gab es ein Wiedersehen mit Peter Lohmeyer, mit dem sie ja bereits in "Bunte Hunde" vor der Kamera gestanden hatte. Nun verkörperte sie die Ehefrau des Kriegsheimkehrers. Die Rolle machte sie entgültig einem breiten Publikum bekannt. Für ihre bravouröse schauspielerische Leistung erhielt sie 2004 den Bayerischen Filmpreis und wurde für den Deutschen Filmpreis nominiert. Nun war der Knoten geplatzt, die Rollenangebote häuften sich, in schneller Folge entstanden Filme wie Dominik Grafs Familiendrama "Kalter Frühling" (2003), Hendrik Hölzemanns erstklassiges Regiedebüt "Kammerflimmern" (2003), Christoph Starks Familiendrama "Der Vater meiner Schwester" (2004), Jobst Oetzmanns filmischer Glücksgriff, die Tragikomödie "Drechslers zweite Chance" (2004) und schließlich der ausgezeichnete Kinofilm "Sophie Scholl - Die letzten Tage" (2004), der für den Oscar als bester nichtenglischsprachiger Film nominiert war. Für ihr Rolle einer Mutter, die ihren Sohn erschlagen haben soll, in dem Krimi "Polizeiruf 110 - Kleine Frau" wurde Johanna Gastdorf 2006 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Weitere Filme mit Johanna Gastdorf: "Diamanten küsst man nicht" (1996), "Der Elefant - Mord verjährt nie" (Serie), "Adelheid und ihre Mörder" (Episode: "In geheimer Mission"), "Polizeiruf 110 - Kleine Frau", "Tatort - Schürfwunden", "Tatort - Letzte Zweifel", "Der Untergang der Pamir" (alle 2005), "Einsatz in Hamburg - Mord auf Rezept" , "Tatort - Pauline", "Bloch - Die Wut", "Die Mauer - Berlin '61", "Neandertal", "KDD - Kriminaldauerdienst: Auf schmalem Grad" (alle 2006), "Die Unerzogenen", "Vertraute Angst" (beide 2007), "Die Welle", "Familie ist was Wunderbares", "Tatort - Der frühe Abschied", "Unter Verdacht - Die falsche Fraut", "Stille Post", "Die Wölfe - Hoffnung auf Glück" (alle 2008), "Ein Mann, ein Fjord!", "Hilde", "Durch diese Nacht", "Kommissarin Lucas - Vergeben und Vergessen", "Frau Böhm sagt nein", "Tatort - Tempelräuber", "Tatort - Schweinegeld" (alle 2009), "Keine Angst", "London, Liebe, Taubenschlag", "London, Liebe, Taubenschlag - Klapprad oder Klapperstorch", "Tatort - Heimwärts", "Racheengel - Ein eiskalter Plan" (alle 2010), "Holger sacht nix", "Männer ticken, Frauen anders", "Ruhm (alle 2011), "Halbe Hundert", "Schlaflos in Schwabing", "Mittlere Reife", "Eine Frau verschwindet" (alle 2012), "Alles für meine Tochter", "Borowski und der brennende Mann" (beide 2013). . Demnächst im TV ...
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