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King Vidor

  • Geboren am Mittwoch, 8. Februar 1894
  • Geboren in Galveston, Texas, USA
  • Gestorben am Montag, 1. November 1982
  • Gestorben in Paso Robles, Kalifornien, USA


Ein fast vergessener Meisterregisseur: King Vidor
¿T?
Obwohl King Vidor ebenso bemerkenswerte Filmklassiker schuf wie seine Kollegen Howard Hawks, John Ford oder Alfred Hitchcock, können die meisten Leute mit seinem Namen nicht gleich ein bestimmtes Genre verbinden. Der Nackkomme ungarischer Einwanderer verspürte schon als Kind einen Hang zu bewegten Bildern. So arbeitete er als Jugendlicher als Filmvorführer in seinem texanischen Heimatort Galveston. Da er zu dieser Zeit bereits mit Filmen experimentierte, war es nur ein kleiner Schritt zu einer Wochenschaugesellschaft, deren Korrespondet er wurde. Mit "The Grand Military Parade" drehte er 1913 seinen ersten Film.

Mit seiner Frau Florence Vidor - sie wurde später ein Star des Stummfilms - zog es Vidor 1915 in die große Filmwelt nach Hollywood. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und eher amateurhaften Versuchen dort Fuß zu fassen, erregte sein erster Hollywood-Film "The Turn Of The Road" - produziert von einer Gruppe von Medizinern - 1919 so viel Aufsehen, dass immerhin die renommierte First National Filmproduktion auf ihn aufmerksam wurde. Nachdem Vidor ein eigenes Studio aufgebaut hatte, folgten schnell seine ersten Filme wie "The Jack-Knife Man" (1920), "The Sky Pilot" oder "Love Never Dies" (beide 1921), die noch stark von den Dramen eines David Wark Griffith beeinflusst waren.

Danach folgten einige weniger bemerkenswerte Komödien, die immerhin seine Frau zum Star machten, und einige gelungene Melodramen. Mit seinem Kriegsfilm "Die große Parade" feierte er 1925 seinen Durchbruch. Danach drehte er mit dem Griffith-Girl Lillian Gish den Ausstattungsfilm "Mimi", gefolgt von dem Mantel-und-Degen-Abenteuer "Bardleys the Magnificent" (beide 1926). Mit seinem packenden, äußerst realistischen Drama "Ein Mensch der Masse" schuf er 1927 einen weiteren Meilenstein der Filmgeschichte. Ein Jahr später folgten zwei unterhaltsame Komödien, die beide das komische Talent von Marion Davies zur Geltung brachten: "The Patsy" und "Show People".

Mit seinem ersten Tonfilm lieferte Vidor eine weitere Neuerung. Denn "Hallelujah" von 1929 ist ein musikalisches Sozialdrama, in dem erstmals nur schwarze Schauspieler zu sehen sind. Trotz vieler Klischees und einer Onkel-Tom-Perspektive beeindruckt die sozialkritische Komponente und vor allem der Umgang mit Musik: hier wurde der Rhythmus der Gospels und Spirituals filmisch faszinierend umgesetzt.

Fortsetzung



 Demnächst im TV ...

Dienstag, 23. Dezember 2014

20:15-22:35 MGM
Salomon und die Königin von Saba
Historienfilm, USA, 1959

Sonntag, 4. Januar 2015

16:00-18:20 MGM
Salomon und die Königin von Saba
Historienfilm, USA, 1959