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Mira Sorvino

  • Geboren am Donnerstag, 28. September 1967
  • Geboren in Tenafly, New Jersey, USA


Mira Sorvino lässt sich nicht auf ein Rollenklischee festlegen
Mira Sorvino hat großen Spaß daran, das strohdoofe Blondchen zu spielen, und sie kann es sich leisten: Mit einem Abschluss (1990) an der Harvard University im Hauptfach Sinologie (fernöstliche Sprache und Literatur) läuft die vielseitige Schauspielerin kaum Gefahr, etwa mit ihrer Rolle aus "Romy und Michele" identifiziert zu werden. Mira Sorvino spricht fließend Mandarin-Chinesisch. Ihr Abschlussarbeit behandelt das Thema "Anti-Afrikanismus in China".

Sie war zusammen mit ihrer wesentlich früher erfolgreichen und jetzt eher abgemeldeten Kollegin Brooke Shields auf der High School. Dann hatte für Mira Sorvino zunächst einmal eine vernünftige Bildung Vorrang, bevor der Film rief. Zwei große Trümpfe hatte die Blondine in der Hand, als sie in Hollywood Fuß fasste. Zum einen ist sie die Tochter des etablierten und vielbeschäftigten Schauspielers Paul Sorvino, zum anderen ist da ihr blendendes Äußeres, das das People's Magazine (USA) bewog, sie in die Liste der 50 schönsten Menschen aufzunehmen.

Trotzdem fiel ihr die Karriere nicht gerade in den Schoß. Nach ihrem Studium teilte sie das Schicksal vieler hochqualifizierter Akademiker mit Orchideenfach: Sie verdiente sich ihre Brötchen mit Aushilfsjobs und als Kellnerin. Ihren ersten Filmauftritt hatte Mira Sorvino 1992 in "Unter Freunden", dem Debütfilm des damals 26-jährigen Regisseur Rob Weiss. Das mit wenig Geld gedrehte Werk erzählt die Geschichte von drei Freunden, die das bürgerliche Leben ihrer Väter verachten und von ihren Großvätern schwärmen, die betrogen und gestohlen haben, um ihre Kinder auf die besten Schulen zu schicken.

"Tödliches Klassentreffen" (1994) von Linda Yellen zeigte sie an der Seite ihres Vaters. Doch auch sonst war die Besetzungsliste recht ansehnlich, sie nennt unter anderem James Belushi, James Brolin, LeVar Burton, Ben Gazzara, Jack Klugman, David Lansbury, Liza Minnelli, Gena Rowlands, Robert Wagner, JoBeth Williams und Treat Williams. Der Film war ein nostalgischer Blick auf ein Klassentreffen, bei dem sich nach einem Vierteljahrhundert ehemalige Mitschüler wieder treffen. Für Mira Sorvino sollte es nicht der letzte Klassentreffenfilm bleiben.

Eine wichtige Nebenrolle hatte sie in Robert Redfords vielbeachtetem Film "Quiz Show" (1994), worin es um den authentischen Fall einer von vorne bis hinten getürkten Ratesendung in den USA der Fümfzigerjahre ging. Die Hauptrollen spielten John Turturro, Ralph Fiennes und Rob Morrow. Mira Sorvinos nächste Filme waren nicht alle bedeutend. "Barcelona" (1995) von Whit Stillman spielt in den letzten Tagen des Kalten Krieges. Im Spanien der Achtzigerjahre erleben zwei Amerikaner Abenteuer in der Schickeria der Stadt. "New York Cop" (1996) von Toru Murakawa war ein uninteressanter Polizeifilm. Ebenso wie "Tagebuch eines Dealers" (1996) von Gary Winick.

Fortsetzung



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