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Otto Preminger
Zuvor debütiert er als Filmregisseur mit "Die große Liebe" (1931), in dem die Wiener Volksschauspielerin Hansi Wiese (nicht wie oft zu lesen Zarah Leander) die Hauptrolle spielt. 1933 geht er erst nach England und dann ins Exil nach USA. Dort setzt er die Theaterlaufbahn fort, inszeniert am Broadway und ist seit 1934 in Hollywood. Hier beginnt er als Regieassistent von Ernst Lubitsch. Die Beziehung wird zur Freundschaft und als Lubitsch 1947 stirbt, dreht Preminger (ohne Namensnennung) den Lubitsch-Film "Die Frau im Hermelin" fertig. Der erste Hollywood-Erfolg "Laura" (1944) ist einer der ungewöhnlichsten Kriminalfilme in Hollywood: Eine Frau wird ermordet vorgefunden, ein Detektiv sucht nach Spuren, führt alle möglichen Gespräche mit einem exzentrischen Kolumnisten, mit der Tante und einem Freund. Und eines Tages kommt die Totgeglaubte zurück und man erfährt, dass der Mörder die falsche Frau getötet hat. Rouben Mamoulian hat den Film angefangen, wurde aber von Produzent Zanuck entlassen. Für Preminger wird es ein Erfolg. 15 Jahre später wird noch einmal ein von Mamoulian übernommenes Projekt zum Preminger-Erfolg: der brillante Opernfilm "Porgy und Bess". "Laura" erhält eine Oscar-Nominierung wie auch Clifton Webb, während Kameramann Joseph La Shelle mit einem Oscar ausgezeichnet wird. In dem Film spielen Gene Tierney und Dana Andrews die Hauptrollen. "Amber, die große Kurtisane" ("Forever Amber", 1947) ist Premingers Einstieg in das Genre des Kostümfilms, ein großes opulentes Kinoabenteuer mit Linda Darnell, Cornell Wilde und George Sanders nach einem Roman von Kathleen Winsor. Die hübsche junge Amber wird im 17. Jahrhundert als Kind aufgefunden und bringt es wegen ihrer Schönheit zur Maitresse am Hof des Königs Charles II. "Die Jungfrau auf dem Dach" ("The Moon is Blue", 1953) hingegen ist eine turbulente Komödie mit Eifersucht und Situationskomik, die in ein strahlendes, aber doch ironisch erzähltes Happyend mündet. Preminger hat 1952 den Broadwayhit von Hugh Herbert gleich in zweifacher Version verfilmt, einmal mit einem US-Team, einmal mit deutschen Schauspielern. Dabei geriet die deutsche Version ungleich spröder, wenngleich die Zuckmayerschen Dialoge durchaus brillieren. Über dem Standard des damaligen deutschen Kinofilms lag das allerdings auffallend. "Engelsgesicht" (1952) mit Jean Simmons, Robert Mitchum und Mona Freeman ist der nächste wichtige Film von Preminger: Diana ist ein abgrundtief böses Mädchen. Sie hat versucht, ihre Stiefmutter zu töten. Das ging schief. Später klappt es dann doch noch, aber aus Versehen sass ihr geliebter Vater mit im wohlpräparierten Unglücksauto. Das trifft Diana tief, aber nicht so tief, dass sie nicht weitere Verbrechen plant. Jean Simmons spielt nicht die eiskalte Mörderin, sondern die kranke Kindfrau, für die Leben und Tod, Liebe und Hass ein Spiel ist. Robert Mitchum ist der kleine Mann, der nach oben will und deshalb benutzbar ist. "Laura" und "Engelsgesicht" gemeinsam ist die besessene Suche nach Wahrheit, die Frauen sind stark und zwielichtige Figuren. Demnächst im TV ...
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