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Paul Newman

  • Geboren am Montag, 26. Januar 1925
  • Geboren in Cleveland, Ohio, USA
  • Gestorben am Freitag, 26. September 2008
  • Gestorben in Westport, Connecticut, USA


Wenig skandalträchtig: Paul Newman
In einem Geschäft, in dem öffentliche Skandale und schlechtes Verhalten auf der Tagesordnung stehen, bildete Paul Newman sicherlich eine Ausnahme. Newman, das blauäugige Idol, dessen Karriere fünf Jahrzehnte umfasste, war ebenso ein prominenter Aktivist in sozialen Fragen, wie auch jemand, der immer für die Rechte der Schauspieler eintrat und seine Gewinne aus einer Lebensmittelkette (Suppen und Soßen unter dem Label "Newman's Own") immer für soziale Zwecke spendete.

Newman, kurzzeitig im Zweiten Weltkrieg, versuchte sich als Sportler. Doch eine Verletzung zwang ihn seine sportliche Karriere an den Nagel zu hängen. Er wechselte ins dramatische Fach und trat einer im Sommer aktiven Schauspielgruppe in Wisconsin bei. Als er 1947 nach Illinois ging, heiratete er die Schauspielerin Jacqueline Witte und übernahm nach dem Tode ihres Vaters das familiäre Sport-Bekleidungsgeschäft. Doch dieser Job füllte Newman keinesfalls aus. Immer unruhiger werdend verkaufte er seine Geschäftsanteile und ging auf die Yale School of Drama. Während einer Semesterpause reiste er nach New York City, weil er dort eine Rolle in der CBS-TV-Serie "The Aldrich Family" gewonnen hatte. Es folgten weitere TV-Auftritte, und 1952 wurde er vom Actors' Studio akzeptiert. Ein Jahr später feierte er mit "Picnic" sein Broadway-Debüt. Dabei sahern ihn einige Verantwortliche der Filmfirma Warner Brothers und Newmans Hollywood-Karriere stand nichts mehr im Wege.

Bei seiner Ankunft in Hollywood von den Medien bereits als "neuer Brando" gefeiert, war sein lausiges Spielfilmdebüt "Der silberne Kelch" (1954) ein totaler Flop. Newman ging erst einmal wieder zurück an den Broadway. Auch seiner zweiter Versuch, in Hollywood Fuß zu fassen, scheiterte mit dem Film "Anklage: Hochverrat" (1956) kläglich. Erst sein dritter Film "Die Hölle ist in mir" (1956), in dem er den Boxer Rocky Graziano porträtiert, bedeutete den Durchbruch. Denn das Werk war ein kommerzieller Erfolg und kam auch bei den Kritikern an. Sein nächster großer Erfolg war die William Faulkner-Adaption "Der lange heiße Sommer" (1958). Hier spielte er an der Seite von Joanne Woodward, die wenig später seine zweite Frau werden sollte.

Noch 1958 folgte die Tennessee Williams-Adaption "Die Katze auf dem heißen Blechdach". Damit war Newman - an der Seite von Elizabeth Taylor - endgültig ein Star, denn er bekam nun bereits seine erste Oscar-Nominierung. Mit den Filmen "Von der Terrasse" und "Exodus" (beide 1960) festigte er seinen Status. 1961 folgte der Klassiker "Haie der Großstadt" (zweite Oscar-Nominierung für Newman), in dem er den Billard-Profi Eddie Felson mimte, den er Jahre später in Scorseses "Die Farbe des Geldes" (1986) noch einmal spielte. Als Jazz-Posaunist in "Paris Blues" stellte er im gleichen Jahr seine Vielseitigkeit erneut unter Beweis. Dann drehte er "Süßer Vogel Jugend". Das Stück - ebenfalls nach Tennessee Williams - hatte er Jahre vorher bereits erfolgreich am Bropadway gespielt. Seine dritte Oscar-Nomierung bekam er 1963 für den Martin Ritt-Western "Der Wildeste unter Tausend". Danach folgten leider einige kreative Tiefpunkte in Newmans Karriere - die "Rashomon"-Variante "Carrasco, der Schänder" ist wohl einer der schlechteren Filme Newmans. Doch mit Alfred Hitchcocks "Der zerrissene Vorhang" und dem ersten Harper-Thriller "Ein Fall für Harper" (beide 1966) meldete sich Newman in die erste Liga zurück. Es folgte der ungemein packende Western "Man nannte ihn Hombre" (1966) - wieder von Martin Ritt - und "Der Unbeugsame" (1967). Für letzteren lockte erneut ein Oscar, doch Newman ging wieder einmal leer aus.

Fortsetzung



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Der Wildeste unter Tausend
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Montag, 17. Juni 2013

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Der zerrissene Vorhang
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