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Senta Berger

  • Geboren am Dienstag, 13. Mai 1941
  • Geboren in Wien, Österreich


Senta Berger in der erfolgreichen Krimireihe "Unter Verdacht"
¿T?
Undankbar nennt Brauner 'seine Entdeckung' bald, als sie - entsprechend ihrer Erfolge - eine höhere Gage verlangt. Senta hingegen steht an der Seite von O. W. Fischer und Eva Bartok mit dem Mario-Simmel-Zweiteiler "Es muss nicht immer Kaviar sein" und "Diesmal muss es Kaviar sein" 1961 vor der Kamera, wo sie den damals ebenso prominenten wie erfolgreichen Star Eva Bartok an der Seite von O. W. Fischer glatt an die Wand spielt. Der Film bringt dem Produzenten sehr viel Geld ein.

Mit dem Simmel-Film und den zwei Krimis von Werner Klingler ("Das Geheimnis der schwarzen Koffer" und "Das Testament des Dr. Mabuse"), der britisch-deutschen Produktion "Sherlock Holmes und das Halsband des Todes", inszeniert von Terence Fisher, sowie dem erfolgreichen Ärztefilm "Frauenarzt Dr. Sibelius" an der Seite von Hollywood-Tarzan Lex Barker, gehört Senta Berger 1962 zu den meist beschäftigten deutschsprachigen Schauspielerinnen.

Senta versucht, aus dem Vertrag mit Brauner herauszukommen, aber Brauner reagiert unverständig, beleidigt, schließlich rigide: Er verklagt sie 1963 auf 400000 Mark Schadenersatz. Da lenkt sie ein und geht noch einmal ins Atelier der CCC: 1966 im Alfred-Vohrer-Film ""Lange beine, lange Finger"(1966). Und Brauner ist zufrieden gestellt. Doch es gab keine Alternativen im deutschsprachigen Raum, so folgt sie bald dem Ruf nach Hollywood. Mitte 1962 spielt sie unter Regisseur Steve Previn in einem Film über den Walzerkönig Johann Strauß. "Ich sang etwas vor und wurde Frau Strauß. Für Amerika, wie gesagt. Aber dort dauerhaft." Der Film heißt "Liebe im 3/4-Takt", und hier ist Senta Berger einer der Stars. Später arbeitet Carl Foreman in Europa an seinem Weltkrieg-II-Epos "Die Sieger" (1963) und besetzt neben Romy Schneider und Elke Sommer auch Senta Berger.

Die Rolle der Trudi in "Die Sieger" ist der dritte amerikanische Film für Senta Berger, ein Jahr später spielt sie in dem Sam Peckinpah-Western "Sierra Charriba". Mit dem Start in Hollywood gehört Senta Berger zu den Weltstars. Sie spielt an der Seite von Charlton Heston, Robert Vaughn, Kirk Douglas, Frank Sinatra, Yul Brynner, John Wayne, Alec Guinness, Dean Martin und anderen berühmten Schauspielern und Hollywood-Größen und jetzt ist sie ein beliebter Gast in Johnny Carsons berühmter Talkshow.

Dann bietet man ihr eine attraktive Titelrolle in einer neuen Serie an. Doch Senta Berger müsste sich für fünf Jahre verpflichten und das empfindet sie damals als viel zu lange Zeit. Senta Berger dreht noch unter der Regie von Michael Anderson in Berlin den US-Agententhriller "Das Quiller Memorandum: Gefahr aus dem Dunkel" (1966) und damit ist ihr Hollywood-Interim abgeschlossen. Später sagt Senta Berger über ihre Hollywood-Zeit: "Auch in Amerika bin ich genau zu einem Zeitpunkt angekommen, wo ein altes System überrollt worden ist. Als das Kino erneuert und interessant wurde in Amerika, habe ich wieder nicht dazugehört. Die Leute kannte ich gar nicht. Und sie kannten mich nicht. Was hätte ich denn da spielen sollen - was für Drehbücher hätte man für mich konstruieren müssen, um meinen Platz da zu finden? Marlene Dietrich ist systematisch geführt und aufgebaut worden. Für sie hat man Bücher geschrieben, man hat überlegt, was kann sie sein, woher kann sie kommen. Diesen Status hatte ich nie."

1968 macht Senta Berger ihre erste Fernsehshow im deutschen Fernsehen und man spürt es ihr an, dass sie von dem gesellschaftlichen Umbruch jenes Jahres beeinflusst ist. Da es in Deutschland mit der Filmindustrie nicht bergauf gehen soll, ist auch Senta Berger - wie viele andere prominente deutsche Schauspieler - in den Folgejahren mehr im Ausland als in Österreich oder Deutschland tätig. Ähnlich wie Mario Adorf baut sie in Italien eine zweite Karriere auf. Bereits 1964 hat Mario Camerini sie an der Seite von Lex Barker, ihrem Partner aus "Frauenarzt Dr. Sibelius", für den zweiteiligen Abenteuer-Kostümfilm "Kali Yug" ("Die Göttin der Rache" und "Aufruhr in Indien" - 1963) engagiert, 1966 spielt sie gemeinsam mit Nino Manfredi und Toto in Dino Risis hintergründiger Krimi-Komödie "Unser Boss ist eine Dame". Das italienische Kino floriert zu jener Zeit noch gut. Es gibt neben Klamotten ("Als die Frauen noch Schwänze hatten" - 1970 - von Pasquale Festa Campanile) und Abenteuerfilmen eine ganze Reihe viel versprechender Filme, von denen aber die meisten bei uns nicht zu sehen waren.

Foto: ZDF

Fortsetzung



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Türkische Früchtchen
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