Auftritt bei Benefizkonzert

Boykottaufrufe gegen Keanu Reeves in China

28.01.2022, 10.59 Uhr
Keanu Reeves wird offenbar doch nicht in "The Devil in the White City" zu sehen sein.
Keanu Reeves wird offenbar doch nicht in "The Devil in the White City" zu sehen sein.  Fotoquelle: imago images/ZUMA Press

Weil er bei einem Konzert für Tibet auftreten will, häufen sich in China Boykottaufrufe gegen Keanu Reeves. Droht dem Schauspieler nun ein Schicksal wie Richard Gere und Brad Pitt?

Hollywood-Star Keanu Reeves (57) wird im März bei einem Benefizkonzert für Tibet auftreten. In China ruft diese Entscheidung bei nationalistischen Kräften Kritik gegen den Schauspieler und Musiker hervor - die bis hin zu Boykottaufrufen reichen.

Reeves soll am 3. März 2022 beim 35. Benefizkonzert für das Tibet House US auftreten, neben Größen wie Patti Smith (75) und Philip Glass (84). Das Tibet House setzt sich für die Erhaltung der Kultur Tibets ein, dessen Unabhängigkeitsbestrebungen China bekämpft.

Nachdem Reeves' Engagement, dessen Großmutter väterlicherseits aus China stammt, bekannt wurde, häufen sich laut US-Medien wie dem "Hollywood Reporter" Chinas Boykottaufrufe gegen den Star in den sozialen Medien.

"Früher war ich ein Fan von Reeves, nicht nur, weil er ein großartiger Schauspieler ist, sondern auch, weil er chinesische Wurzeln hat. Aber anscheinend haben wir unterschiedliche Ansichten zu tibetischen Themen und es ist für mich ein Leichtes, ihn deshalb nicht mehr zu mögen", schrieb etwa ein Nutzer der chinesischen Plattform Weibo.

Auch gegen Reeves' neuen Film "Matrix: Resurrections", der in China ohnehin floppte, kam es zu Boykottaufrufen. In der Vergangenheit wurden bereits Hollywood-Stars von chinesischen Medien verbannt. Entweder weil sie sich wie Richard Gere (72) pro Tibet äußerten oder wie Brad Pitt (58) in "Sieben Jahre in Tibet" in Filmen auftreten, die den historischen Konflikt behandeln.

China ist für Hollywood ein wichtiger Markt. Richard Gere machte einmal in einem Interview sein Engagement für Tibet dafür mitverantwortlich, dass er keine großen Rollen mehr bekommen habe.


Quelle: Spot on news (smi/spot)

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