Hauptdarstellerin der ZDF-Reihe "Frühling"

Simone Thomalla über Konflikte am Set: "Ich wundere mich immer über diese Aggressivität"

03.03.2024, 14.23 Uhr

Für die ZDF-Reihe "Frühling" wird im idyllischen Bayrischzell gedreht. Doch am Set läuft es nicht immer so harmonisch ab, wie die Hauptdarstellerin Simone Thomalla jüngst in einem Interview verriet. Manchmal kommt es bei den Dreharbeiten zu "aggressiven" Konflikten. 

Als Dorfhelferin Katja Baumann steht Simone Thomalla seit über zehn Jahren für die ZDF-Reihe "Frühling" (sechs neue Filme, wöchentlich ab Sonntag, 4. Februar, 20.15 Uhr) vor der Kamera. An die Dreharbeiten im oberbayerischen Bayrischzell musste sich die gebürtige Leipzigerin, die inzwischen in Berlin lebt, erst gewöhnen: Vor allem in den Anfangsjahren der Filmreihe habe sie die Frage, ob sie während der Dreharbeiten das Stadtleben vermisse, stets bejaht. So erzählt es Thomalla im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau.

Simone Thomalla musste sich mit den Bergen anfreunden

"Damals fiel es mir schwer, weil ich eigentlich kein Fan von den Bergen bin", erinnert sich die 58-Jährige: "Ich merke aber, dass sich meine Einstellung im Laufe der Jahre durch die zunehmende Vertrautheit mit der Region geändert hat." Heute genieße sie den Luxus, sowohl auf dem Land als auch in der Stadt zu leben – auch, wenn sie am Wochenende stets in die Heimat fahre. Sei es, um ihre "Mutti" zu besuchen oder um Freunde zu treffen.

Am bayerischen Oberland schätzt Thomalla vor allem die Ruhe: "Dort komme ich einfach runter. Und das ohne das Gefühl, etwas zu verpassen." Thomalla resümiert: "Ich lebe dort schon etwas bedachter und sehr entschleunigt." Vor allem ein Aspekt des bayerischen Lebens habe in über zehn Jahren auf sie abgefärbt: "'Basst scho' – diese Redewendung werde ich nicht mehr los", gesteht sie schmunzelnd.

Stress bei den Dreharbeiten

Die Menschen vor Ort erlebt die ehemalige "Tatort"-Darstellerin in der Regel als sehr freundlich: "Natürlich sind manche Leute nicht so begeistert, wenn ihre Straße immer gesperrt ist", erklärt sie. Da habe es schon den ein oder anderen Konflikt gegeben. Auch wenn es sich dabei um Ausnahmen handle, gesteht die Schauspielerin dennoch: "Ich wundere mich immer über diese Aggressivität. Schauen diese Menschen kein Fernsehen?" Irgendwo müssten die Dreharbeiten schließlich stattfinden: "Wir drehen, damit die Zuschauerinnen und Zuschauer ein paar schöne Stunden haben. Wir wollen doch niemanden ärgern." In Zukunft hoffe Thomalla auf einen Dialog.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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