Dienstag, 9. Februar 2010

Natural Born Killers

Natural Born Killers


Leichen pflastern ihren Weg! Woody Harrelson und Juliette Lewis als Killerpärchen
Sehenswert

Actiondrama, USA 1994, Regie: Oliver Stone, Buch: David Veloz und Oliver Stone, Richard Rutowski, Kamera: Robert Richardson, Musik: Brent Lewis und Trent Reznor, Tom Hajdu, Budd Carr, Produzent: Jane Hamsher, Don Murphy, Clayton Townsend und Rand Vossler. Mit: Woody Harrelson, Juliette Lewis, Robert Downey jr., Tommy Lee Jones, Tom Sizemore, Ed White, Rodney Dangerfield, Russell Means, Edie McClurg, Balthazar Getty, Joe Grifasi, Everett Quinton, O-Lan Jones, Richard Lineback, Lanny Flaherty, Jerry Gardner, Jack Caffrey, Cory Everson, Dale Dye, Evan Handler, Kirk Baltz, Terrylene, Maria Pitillo, Josh Richman, Matthew Faber, Jamie Harrold, Jake Beecham.

Mickey und Mallory sind das berüchtigtste Killer-Pärchen Amerikas. Bei ihren Überfällen lassen sie stets einen Überlebenden zurück, der von den "M&M Murders" berichten kann. Nach ihrer Gefangennahme wollen der zynische TV- Journalist Gale und der skrupellose Cop Scagnetti auf ihre Weise mit der Geschichte der "M&M Murders" groß herauskommen. Doch es kommt anders: Vor laufender Kamera drehen Mickey und Mallory durch, die Gewalt eskaliert.

Oliver Stones Reflexion über die Wechselwirkungen zwischen Medien und Gewalt zählt zu den umstrittensten Filmen der Neunzigerjahre. Rein handwerklich ist das vorzüglich gemacht. 2000 Filmschnitte lässt Oliver Stone in diesen zwei Stunden auf das arme Publikum los; da gibt es keine Einstellung, die nicht in kleinste Partikel zerstückelt würde. Dieses Dauerbombardement geht manchem schnell auf die Nerven. Vor allem aber wegen seines Inhalts musste sich Stone Schelte gefallen lassen, auch wenn Bestrebungen deutscher Politiker, den Film zu verbieten, nur dumm waren. Leider ist Stone aber zu seinem Thema - abgesehen von der glatten Oberfläche - nicht viel eingefallen. Am Ende haben mal wieder Kindesmißhandlung und übermäßiger TV-Konsum die ganze Misere heraufbeschworen. Drehbuchautor Quentin Tarantino distanzierte sich von dem fertigen Film, weil dieser sich seiner Meinung nach genau der Mittel bediene, die er zu kritisieren vorgibt.

Foto: Warner