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Auch Mörder haben schöne Träume
Originaltitel Pile ou face
Werden zu Gegnern: Philippe Noiret (l.) und Michel Serrault 
Psychothriller, Frankreich 1980, Regie: Robert Enrico, Buch: Marcel Jullian, Michel Audiard und Robert Enrico, Kamera: Didier Tarot, Musik: Lino Léonardi. Mit: Philippe Noiret, Michel Serrault, Dorothée, André Falcon, Pierre Arditi.
Mitten durch das Fenster hindurch stürzt Madame Morlaix aus dem dritten Stock ihres Hauses auf die Straße. Für die Polizei ist der Fall eindeutig - ein Unfall. Doch der bärbeißige Inspektor Louis Baroni hat seine Zweifel: Madame Morlaix galt als unausstehliche Cholerikerin, die ihren Mann Edouard tyrannisierte. Eben dieser stand beim Sturz unmittelbar neben ihr, und die einzige Zeugin, die den Vorfall vom Nebenhaus beobachtet hat, ist Edouards junge Geliebte Laurence. Obwohl ein Rauschgiftskandal größeren Ausmaßes seine Aufmerksamkeit fordert, wird Baroni von dem Fall Morlaix zunehmend besessen. Er glaubt fest an die Schuld des Ehemannes - und schreckt bei seinen Ermittlungen auch vor illegalen Methoden nicht zurück. In einen subtilen Psychoterror verstrickt, erkennen die beiden Männer jedoch auch, wie ähnlich sie sich sind...Die Sprengkraft des Thrillers von Robert Enrico ("Saint-Exupéry") , der auf einem "Serie Noire"-Roman von Alfred Harris basiert, liegt in der Konfrontation seiner beiden Protagonisten. Mit tückischer Freundlichkeit belauern sie einander, werden Jäger und Gejagter, wobei sich die Fronten mehr als einmal bedrohlich verschieben. Ihren Anteil an der Glaubwürdigkeit des teuflischen Katz-und-Maus-Spiels haben indes die beiden hervorragenden Hauptdarsteller: Philippe Noiret und Michel Serrault, zwei wandlungsfähige Edel-Mimen des französischen Kinos, zeigen sich in Bestform und schaffen eindrucksvolle Charakterporträts. Übrigens: Das spannende Psycho-Duell wartet mit einer überraschenden Schlusspointe auf.
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