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Starguide  Alfred Hitchcock

4-Wochen-Vorschau
"Alfred Hitchcock"

Donnerstag, 26. November 2009
6.20 Tele 5
Jung und unschuldig
Kriminalfilm, Großbritannien, 1937, 78 min, FSK 6
Sonntag, 29. November 2009
8.45 Tele 5
Geheimagent (Top-Tipp)
Spionagekomödie, Großbritannien, 1936, 81 min
15.15 ZDF
Über den Dächern von Nizza (Top-Tipp)
Kriminalfilm, USA, 1955, 102 min, FSK 12

Der Meister des Suspense-Thrillers

Alfred Hitchcock

(Sir Alfred Hitchcock)
  • Geboren am Samstag, 13. August 1899
  • Geboren in London, England, Großbritannien
  • Gestorben am Dienstag, 29. April 1980
  • Gestorben in Los Angeles, Kalifornien, USA

Perfektionist und ein Meister der Überraschung: Alfred Hitchcock
¿T?
August 1939: Johnny Jones alias Huntlely Haverstock, Auslandskorrespondent des New York Globe, wird in Amsterdam Zeuge eines Mordes. Ein holländischer Diplomat auf der Friedenskonferenz ist Opfer eines Anschlags. Es gelingt dem Amerikaner den (deutschen) Täter zu stellen, nicht ohne sich in dessen Tochter zu verlieben. Der Krieg bricht aus und Johnny wird hierbleiben. Vom Kriegschauplatz meldet er an die Redaktion: "In Europa gehen die Lichter aus, umgib Dich mit Stahl, Amerika!"

"Der Auslandskorrespondent" (alter Titel: "Mord"), nach "Rebecca" (beide 1940) der zweite Hollywood-Film des Engländers Alfred Hitchcock, gehört zu den bestgemachten Arbeiten des Regisseurs, ist aber gleichfalls auch typisch dafür, wie bedenkenlos der Actionmeister mit politschen Themen umsprang. Ein anderer Fall: Im ausgehöhlten Picknickbrötchen steckt das Teleobjektiv, zwischen Wurstscheiben liegen die Kamerateile, doch unschuldige Vöglein, die bereits Titelfiguren eines visionär utopischen Thrillers waren, entlarven die CIA-Spitzel auf Kuba. Falsch wie der titelgebende "Topas" (1968) ist auch die Kubanerin Juanita. Schwankt sie in der Liebe zwischen dem Castro-treuen Rico Parra und dem smarten US-Agenten, so hasst sie trotz prunkvollem Landsitz und Bediensteten leidenschaftlich jene Leute, die "aus dem Land ein Gefängnis gemacht haben."

Alfred Hitchcock nutzte in seinen Filmen häufig aktuelle Geschehnisse als Folie für fiktive Spannungsgeschichten, auch Suspense-Thriller genannt. Dennoch waren - mit wenigen Ausnahmen - seine Filme stets dann am faszinierendsten, wenn sie sich von der Wirklichkeit am weitesten entfernten - wie "The Rope" von 1948, den die amerikanische Metro Goldwyn Mayer in einer abgeschwächten Dialogfassung erst spät als "Cocktail für eine Leiche" in unsere Kinos brachte: Zwei Harvard-Studenten begehen einen kühl kalkulierten Mord gemäß der Nazi-Ideologie vom unwerten Leben. In der Wohnung des ermordeten Gastgebers (er liegt tot in der Truhe) diskutieren sie mit ihrem Professor darüber, ob nicht einem überintelligenten Menschen die Tötung eines "Minderwertigen" zustehe. Auch hier nutzt Hitchcock die Wahnsinns-Ideologie nur als Spielmittel, entfernt sich völlig von der Realität und dreht einen Film in brillant faszinierender Form: die Kammerspielstory, die fast nur in einem einzigen Raum abläuft, ist Rolle für Rolle ohne Überblendung und Zwischenschnitte gedreht, die Kamera macht jede Bewegung der Personen mit.

Fortsetzung

Foto: Universal