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David Wark Griffith
- Geboren am Donnerstag, 22. Januar 1875
- Geboren in LaGrange, Kentucky, USA
- Gestorben am Freitag, 23. Juli 1948
- Gestorben in Hollywood, Kalifornien, USA
David Wark Griffith zählt zu den einflussreichsten Regisseuren der Filmgeschichte. Aber es gehört auch zu denen, die am meisten angefeindet wurden. Mit seinen filmischen Visionen war er seiner Zeit weit voraus, mit seinen politischen Ansichten hinkte er ihr Generationen hinterher. Dieser unglückliche Zwiespalt war mit dafür verantwortlich, dass Griffith schließlich in der Versenkung verschwand.David Wark Griffith konnte am Ku-Klux-Klan nichts Böses finden 
David Wark Griffith kam in Kentucky als Sohn eines Bürgerkriegshelden und Obristen der Südstaaten-Armee zur Welt. Dieses Milieu hat den jungen David für sein Leben geprägt - und nicht zu seinem Vorteil.
Als Kind wollte Griffith unbedingt Schriftsteller werden; ihm schwebte eine Karriere als Bühnenautor vor. Zunächst schloss er sich als Schauspieler einer Wandertruppe an und schrieb das Stück "A Fool and a Girl" (1907), das ein finanzielles Desaster wurde. Zum Glück, muss man im Nachhinein sagen, denn die daraus entstandene Geldnot zwang Griffith, beim Film anzufangen.
Den Film verachtete Griffith eigentlich als absolut minderwertig, aber hier waren seine Darstellerkünste gefragt. Außerdem konnte er hier und da ein Script loswerden, und das alles rentierte sich mehr als die brotlose Kunst des Theaterspielens.
So landete Griffith 1908 bei der Filmgesellschaft Biograph, die zu diesem Zeitpunkt rein zufällig einen Regisseur suchte. Der Haus-Kameramann der Firma, Billy Bitzer, lernte Griffith an, und schon bald inszenierte der begabte Lehrling seinen ersten Film. "The Adventures of Dollie" (1908) ließ zwar noch keine individuelle Handschrift erkennen, kam aber bei den Biograph-Mächtigen gut an und brachte Griffith weitere Jobs ein.
In den nächsten Jahren drehten Griffith und Bitzer einen Kurzfilm nach dem anderen, und am Ende kamen über 400 Filme in fünf Jahren zusammen, das sind fast zwei pro Woche. Diese Arbeitswut führte dazu, dass Griffith sich eine immense Routine aneignete und dabei nach und nach einen persönlichen Stil herausbildete.
Sehr aufnahmefähig erwies er sich, was künstlerische Neuerungen angeht. So wird er zwar bisweilen immer noch als "Vater des Kinos", "Erfinder der Großaufnahme" oder "Schöpfer der Kamerafahrt" bezeichnet, aber all das ist falsch. So enthält bereits der Film "Der große Eisenbahnraub" (1903) von Edwin S. Porter eine Großaufnahme eines in die Kamera schießenden Cowboys. Griffiths wahre Bedeutung liegt darin, dass er formale Ideen auf intelligente Weise aufgriff und in seinen Filmen sinnvoll weiterentwickelte. Bei Porter war die Großaufnahme nur ein Gag - je nach Bedarf am Anfang oder Ende des Films zu zeigen. Griffith dagegen wechselte Großaufnahmen mit Totalen ab und löste somit erstmals überzeugend Einzelpersonen mit filmischen Mitteln aus einem Gesamtgeschehen heraus.
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