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Frank Giering
- Geboren am Dienstag, 23. November 1971
- Geboren in Magdeburg, Deutschland
- Gestorben am Mittwoch, 23. Juni 2010
- Gestorben in Berlin, Deutschland
Er war Andreas Baader in Christopher Roths Drama "Baader", vor allem aber war er aus der deutschen Kinoszene seit seiner Rolle des Fernweh geplagten, rehäugigen Floyd in Sebastian Schippers melancholischem Großstadtblues "Absolute Giganten" (1999) nicht mehr wegzudenken. TV-Zuschauern war Giering, der in zahlreichen Serien-Krimis spielte, besonders durch seine Rolle als Kriminalkommissar Henry Weber an der Seite von Christian Berkel in "Der Kriminalist" bekannt. Am 23. Juni 2010 verstarb der Schauspieler, der so oft undurchsichtige Typen spielte, die ihr wahres Gesicht erst spät zeigen, in Berlin an den Folgen einer akuten Gallenkolik.War fester Bestandteil der deutschen TV- und Kinoszene: Frank Giering 
Nach seiner Ausbildung an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Babelsberg sammelte Frank Giering auf der Bühne erste Erfahrungen als Schauspieler: Am Staatstheater Cottbus spielte er während der Saison 1994/95 in einer Inszenierung von "Das geheime Tagebuch des Adrian Mole". Nach einer Hauptrolle in dem TV-Film "Der Verräter" entdeckte ihn der österreichische Regisseur Michael Haneke und besetzte ihn in seinem Film "Das Schloss" (1996) und danach als psychopathischen, gnadenlosen Killer in seinem kontrovers diskutierten Kinodrama "Funny Games" (1996). Auch Hanekes Kollege Urs Egger setzte auf Gierings Präsenz: Nach einem kleineren Part in Eggers Remake des Klassikers "Die Halbstarken" (1996) mit Til Schweiger und Sandra Speichert spielte Frank Giering neben Heiner Lauterbach und Franka Potente eine Schlüsselrolle als junger Nazi in dem TV-Zweiteiler "Opernball" (1997).
Zu Gierings weiteren TV-Movies zählen Hermine Huntgeburths "Und alles wegen Mama" (1998) und "Marmor, Stein und Eisen bricht" (1999) von Hansjörg Thurn. Zuvor war er in kleinen, aber feinen Parts wie in Christian Leighs "Sentimental Education", in Marc Rothemunds "Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Grossstädter zu Paarungszeit" (1998) oder in Detlev Bucks "Liebe deine Nächste" zu sehen.
Frank Giering in "Turner - My Aeroplane Mania"
Weitere Filme mit Frank Giering: "Kaliber Deluxe", "Gangster" (beide 1999), "Komiker", "Der gerechte Richter", "Gran Paradiso - Das Abenteuer Mensch zu sein", "Ein mörderischer Plan", "Der Himmel kann warten" (alle 2000), "Clowns", "Rosa Roth - Die Abrechnung", "Hannas Baby" (2002), "Anatomie 2", "Der Mörder ist unter uns", "Dienstreise - Was für eine Nacht","Die Nacht singt ihre Lieder", "Hierankl" (alle 2003), "Klassentreffen", "Blond: Eva Blond! - Der Zwerg im Schließfach", "Blond: Eva Blond! - Wie das Leben so spielt", "Erinnere dich, wenn du kannst!" (alle 2004), "Die Spielerin" (2005), "Störtebeker", "Esperanza" (beide 2006), "Polizeiruf 110 - Kellers Kind", "Polizeiruf 110 - Eine Maria aus Stettin", "Tatort - Der glückliche Tod", "Der Tote in der Mauer" (alle 2008), "Die Bremer Stadtmusikanten", "Keine Angst", "Jerry Cotton" (alle 2010).
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