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Viel Mut zum Neinsagen 

Jennifer Nitsch
- Geboren am Samstag, 10. Dezember 1966
- Geboren in Köln, Deutschland
- Gestorben am Sonntag, 13. Juni 2004
- Gestorben in München, Deutschland
Die Wahlmünchnerin Jennifer Nitsch hatte sich aus dem Stand in die erste Garde der Nachwuchsschauspielerinnen katapultiert. Ob in dem Fünfteiler "Nur eine kleine Affäre" (Adolf Grimme Preis 1995) als Mode-Designerin zwischen zwei Männern, als Emanze in "Allein unter Frauen" (1991) oder im Sechsteiler "Die Straßen von Berlin" (1995) als couragierte Kommissarin Irene Starnow, die aparte Ex-Kölnerin begeisterte nicht nur ihre Fans.Jennifer Nitsch starb viel zu früh 
Für "Bellheim"-Regisseur Dieter Wedel hat sie "etwas Unverwechselbares", ein Grund sie 1994 für seinen Fünfteiler "Der Schattenmann" zu engagieren. Außerdem spielte sie unter der Regie von Michael Keusch ("Das ist dein Ende", 1995) und Milan Dor ("Internationale Zone"). Das Jahr 1994 war ein Superjahr für die dunkelblonde Actrice, deren Erfolgsrezept "Viel Mut zum Neinsagen" heisst.
Eigentlich wollte sie Kostümbildnerin werden, merkte aber bald, dass es ihr vor der Kamera besser gefiel. Nach der Schauspielschule begann Jennifer Nitsch ihre Karriere mit kleinen Rollen in "Der Alte" und "Derrick". Und wie so oft spielte der Zufall mit. Die Münchner Casting-Agentin Sabine Schroth erkannte das Potential der Nachwuchsschauspielerin in einem Bewerbungsvideo, dann kam der Durchbruch mit Sönke Wortmanns "Allein unter Frauen". An Angeboten mangelte es seitdem nicht mehr, es folgten Rollen in der Serie "Freunde fürs Leben" (1992/93), in Hartmut Griesmayrs Kinofilm "Ein Mann für meine Frau" (1992) und in Uwe Jansons TV-Öko-Thriller "Gefährliche Verbindung" (1993).
Mit Entsetzen dachte sie manchmal an den Beginn ihrer Karriere zurück: In der Serie "Jolly Joker" (1991) stand sie einen Moment oben ohne da und ein Paparazzi vermarktete das kompromittierende Foto. "Wer einmal als Betthäschen durch die Blätter geisterte, dem traut man doch nichts zu", befürchtete sie. Zum Glück war das Zuckerpüppchen-Klischee bald Schnee von gestern, beweist doch ihr Bilderbuchstart, dass sich Qualität durchsetzt. Die kämpferische Schauspielerin liebte selbstbewußte und starke Frauencharaktere, wollte keinen "Mist" auf Zelluloid abliefern, sondern seriöse Arbeit.
Deshalb arbeitete sie wie besessen und engagiert, auch wenn das Privatleben mal darunter litt. Ihr Ehrgeiz trieb sie an, und um aufzufallen, benötigte sie schon lange keinen "Minirock" mehr. Kritiker verglichen sie schon mit der jungen Romy Schneider. So überzeugte sie auch als "working girl" in Peter Wecks "Diebinnen" (1995). Im Jahr darauf spielte Jennifer Nitsch in Thomas Bergers etwas übertriebener Liebekomödie "Busenfreunde" eine gutaussehende junge Frau, die mit ihren vier Ex-Liebhabern in eine WG zieht. Michael Junckers "Frauen lügen nicht" (1996) hingegen zeigte sie als Italienurlauberin, die sich in einen Chirurgen verliebt, der allerdings ein dummes Spiel mit ihr treibt.
Eine Paradevorstellung ihrer Schauspielkunst gab Jennifer Nitsch auch in Ben Verbongs Kriminalfilm "Schock - Eine Frau in Angst". Hier hab sie die Zeugin eines Mordes, die sich allerdings an nichts mehr erinnern kann und und zunächst vor den Ordnungshütern flieht. Danach besetzte sie Erwin Keusch in seinem gelungenem Krimidrama "Die letzte Chance", in dem ihr Michael Mendl als Anwalt zu ihrem Recht verhilft. Im gleichen Jahr standen auch Dreharbeiten in Afrika auf dem Programm: Mit Sebastian Koch stand die Actrice in Diethard Klantes TV-Produktion "Schwarzes Blut" vor der Kamera, gefolgt von Lamberto Bavas mehrteiliger Piratenmär "Die Piraten der Karibik". Überzeugend war auch ihre Darstellung einer toughen Kriminalassistentin in dem Thriller "Ein Mann wie eine Waffe" von Michael Rowitz.
Viel Verwirrung um eine angebliche Geliebte, die ihrem Glück mit Max Tidof im Wege steht, gab es dann in Uwe Wilhelms Beziehungskomödie "Männer sind wie Schokolade". Und auch in dem Thriller "Lieber böser Weihnachtsmann" (1999), erneut unter der Regie von Ben Verbong, überzeugte Jennifer Nitsch, dieses Mal als Mutter und Ehefrau, deren Familienidyll von einem Mörder gestört wird. Einmal mehr als resolute Frau erlebte man die Nitsch auch in den TV-Thriller "Am Ende die Wahrheit", in dem sie den Tod ihres Bruders aufzuklären sucht. Schließlich sah man sie in in der Komödie "Freundinnen für immer", eine Regiearbeit von Konrad Sabrautzky.
Am 13. Juni 2004 stürzte die Schauspielerin aus ihren Münchener Wohnung aus dem vierten Stock in Tod. Die Polizei vermutete zunächst Selbstmord, da Fremdverschulden auszuschließen sei. Es kann sich aber auch um einen Unfall gehandelt haben, da Jennifer Nitsch zum Zeitpunkt ihres Sturzes einen Alkoholwert von 3,1 Promille im Blut hatte.
Weitere Filme mit Jennifer Nitsch: Gero Erhardts "Himmelsschlüssel" (1991), "Glückliche Reise" (1992, Serie), "Wolffs Revier - Mord ist strafbar" (1992, Serienepisode), Michael Keuschs Drama "Das ist dein Ende" (1994), "Die Straßen von Berlin - Alleingang", "Die Straßen von Berlin - Babuschka", "Die Straßen von Berlin - Dunkelrote Rosen", "Die Straßen von Berlin - Die letzte Fahrt der "Ashanti Star", "Die Straßen von Berlin - Die Akte Stalin", "Die Straßen von Berlin - Wiener Glut" (alle 1995), Michael Keuschs TV-Thriller "Die Sexfalle", Sigi Rothemunds Thriller "Lebenslang ist nicht genug", der Thriller "Klassenziel Mord" von Michael Rowitz (alle 1997), "Der weiße Elefant" von Gianfranco Albano (1998), Christoph Schrewes Liebeskomödie "Sex oder Liebe?" (1999), als blondes Gift im ZDF-Fünfteiler "Ein unmöglicher Mann", "Ich pfeif auf schöne Männer", Christoph Schrewe Komödie "Gibt es die wahre Liebe?" (alle 2000), "Das Geheimnis der Mittsommernacht", "Terror im Orientexpress", "Dorian - Pakt mit dem Teufel" (alle 2001), "Tatort - Bienzle und der Tag der Rache" (alle 2002), "In der Höhle der Löwin", "Im Namen des Herrn" (beide 2003), "Geerbtes Glück" (2004), die Serien-Episoden "Der Alte: Das Testament des Doktor Z." und "Der Alte: Ein tödliches Drama" (beide 2004) sowie "Judith Kemp" (2004).
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4-Wochen-Vorschau für Jennifer Nitsch
Mittwoch, 24. Februar 2010 13.55 - 14.50 Belgien (französisch)Le Renard La thérapieSérie policière, Deutschland, 1996, Folge 1 -
Jennifer Nitsch
Darsteller 1989 Bumerang, Bumerang
Gesellschaftsdrama, DeutschlandSilke 1991 Allein unter Frauen
Komödie, DeutschlandAnette 1991 Himmelsschlüssel
Komödie, DeutschlandUlrike Hoffmann 1992 Ein Mann für meine Frau
Komödie, DeutschlandMartina 1994 Internationale Zone
Fernsehfilm, ÖsterreichIna 1994 Das ist dein Ende
Drama, DeutschlandDoris Donath 1995 Die Straßen von Berlin - Babuschka
Die Straßen von Berlin
Kriminalfilm, DeutschlandIrene Starnow 1995 Die Straßen von Berlin - Wiener Glut
Die Strassen von Berlin - Wiener Glut
Kriminalfilm, DeutschlandIrene Starnow 1995 Die Straßen von Berlin - Die letzte Fahrt der "Ashanti Star"
Die Straßen von Berlin
Kriminalfilm, DeutschlandIrene Starnow 1995 Die Straßen von Berlin - Dunkelrote Rosen
Die Straßen von Berlin
Kriminalfilm, DeutschlandIrene Starnow 1995 Die Straßen von Berlin - Alleingang
Die Straßen von Berlin
Kriminalfilm, DeutschlandIrene Starnow 1995 Die Straßen von Berlin - Die Akte Stalin
Die Straßen von Berlin
Kriminalfilm, DeutschlandIrene Starnow 1995 Der Schattenmann
Kriminalfilm, DeutschlandBarbara 1995 Diebinnen
Krimikomödie, DeutschlandMichaela Ritter 1996 Frauen lügen nicht
Komödie, Deutschland, ÖsterreichMarie 1996 Le Renard
Der Alte
Série policière, DeutschlandVera König 1996 Busenfreunde
Busenfreunde
Komödie, Deutschland1997 Die Sexfalle
Erotikthriller, DeutschlandEva Leonhard 1997 Lebenslang ist nicht genug
Thriller, DeutschlandKatja 1997 Klassenziel Mord
Thriller, DeutschlandKathrin Palmer 1997 Schock - Eine Frau in Angst
Kriminalfilm, DeutschlandKatja Janning 1998 Die Piraten der Karibik
Caraibi
Abenteuerfilm, Deutschland, ItalienIsabella 1998 Die letzte Chance
Krimidrama, DeutschlandKatharina 1998 Ein Mann wie eine Waffe
Thriller, DeutschlandLisa 1998 Der weiße Elefant
L'éléphant blanc
Abenteuerfilm, Deutschland, Italien, FrankreichMarianna 1998 Männer sind wie Schokolade
Beziehungskomödie, DeutschlandLinda Lano 1998 Schwarzes Blut
Kriminalfilm, DeutschlandBarbara Vandam 1999 Lieber böser Weihnachtsmann
Thriller, DeutschlandKim Ziegler 1999 Sex oder Liebe?
Maybe This Time
Liebeskomödie, DeutschlandMarie 2000 Ich pfeif auf schöne Männer
Beziehungskomödie, DeutschlandLinda Lano 2000 Gibt es die wahre Liebe ?
Komödie, DeutschlandMarie 2000 Ein unmöglicher Mann - Der Anfang vom Ende
Tragikomödie, DeutschlandDr. Lea Hirschberg 2000 Ein unmöglicher Mann - Geld oder Liebe
Tragikomödie, DeutschlandDr. Lea Hirschberg 2000 Ein unmöglicher Mann - Neue Liebe
Tragikomödie, DeutschlandDr. Lea Hirschberg 2000 Ein unmöglicher Mann - Rache ist süß
Tragikomödie, DeutschlandDr. Lea Hirschberg 2000 Ein unmöglicher Mann - Wer einmal lügt
Tragikomödie, DeutschlandDr. Lea Hirschberg 2001 Terror im Orient-Express
Death, Deceit and Destiny Aboard the Orient Express
Actionfilm, USA/Kanada/BulgarienRita Evans 2001 Das Geheimnis der Mittsommernacht
Melodram, DeutschlandAnna Simons 2002 Tatort - Bienzle und der Tag der Rache
Krimi, DeutschlandSusanne Kuron 2002 Am Ende die Wahrheit
Thriller, DeutschlandFranziska 2002 Freundinnen für immer
Tragikomödie, DeutschlandMartina Jakob 2003 Im Namen des Herrn
Familiendrama, DeutschlandSusanne "Susan" Singer 2003 In der Höhle der Löwin
Liebesfilm, DeutschlandDr. Maja von Wiesenthal 2004 Geerbtes Glück
Liebesdrama, DeutschlandUlrike Bongart 2004 Judith Kemp
Anwaltsfilm, DeutschlandJudith Kemp
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