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John Ford
(Sean Aloysius O'Fienne)
- Geboren am Mittwoch, 1. Februar 1894
- Geboren in Cape Elizabeth, Maine, USA
- Gestorben am Freitag, 31. August 1973
- Gestorben in Palm Desert, Kalifornien, USA
"'That's the Way It Was'- so war es wirklich. Ich will den Leuten zeigen, wie der Westen war. Ich bin selbst Cowboy gewesen. Ich liebe die frische Luft, die weiten Ebenen, die Berge und Wüsten," sagte einmal John Ford. Die weiten Ebenen von Utah mit den gigantischen Tafelbergen des Monument Valley war einer der Lieblingsdrehorte Fords und wurde unter Kennern liebevoll "Ford Valley" genannt. Hier entstanden typische Ford-Filme, in denen sich, umgeben von Romantik und Lyrismen, Menschen gegen eine feindliche Umwelt zur Wehr setzen, in denen der Böse bekehrt wird, sich Recht gegen Unrecht durchsetzt.Einer der ganz großen Regisseure Hollywoods: John Ford 
Der Filmpublizist Joe Hembus bezeichnete William S. Hart, Delmer Daves und John Ford als die Insider des Western-Genres. Und wirklich gehören ihre Filme wie sie selbst der Legende an. Auch dann, wenn sie sie kritisch reflektieren. Zum klassischen Western gehören Humor und Gefühl und beides schlägt sich in John Fords Filmen nieder. Wo Gefühle überwiegen, schleicht sich Sentimentalität ein, die sich mit Religiosität verbindet. Dort, wo Emotionen verteilt sind und sich in der Story auflösen, kommt es zu den großen Filmen des Genres wie "Westlich St. Louis" (1950), neben "Das eiserne Pferd" (1924), "Ringo - Höllenfahrt nach Santa Fe" (1939), "Faustrecht der Prärie" (1946) "Der Teufelshauptmann" (1949), "Der schwarze Falke" (1955) und "Der Mann, der Liberty Valance erschoss" (1961) einer der besten Ford-Western.
In "Bis zum letzten Mann" von 1948 durfte sich zum ersten Mal im Film ein Indianer verbal verteidigen. Hier wurde der Indianer-Schlächter General Armstrong Custer kritisiert. Aber die Institution Kavallerie bleibt letztlich intakt, schwarze Schafe sind Ausnahmen, Einzelgänger und Einzeltäter. John Fords Filme verstehen sich aus der patriotischen, romantischen, apolitischen Haltung Fords.
In "Westlich St.Louis" wirft Treckführer Trevis am Ende des Films seinen Revolver - mit dem er gerade die Claggs getötet hatte, weit von sich. Es ist seine Devise, nie auf Menschen, nur auf Schlangen zu schießen. In Zukunft wird Trevis auch keine Schlangen mehr töten. Das ist ein Western, der sich thematisch abhebt: Indianer tauchen nur im Hintergrund auf, die Probleme sind privater Natur. Im Mittelpunkt drei Menschengruppen, die ohnehin nicht sonderlich geachtet werden: ein Zug Mormonen, eine Gauklerbande und zwei Scouts, in der Wildnis werden sie zur Schicksalsgemeinschaft. Der stille, schöne Film ist typisch für Fords Liebe zu Romantik, Stimmung und Landschaft des "Far West". Liebevolle Kamerafahrten durch vertraute Landschaften, die Verschiedenheit der Menschentypen, ihre Songs und Tänze, das folkloristische Element des tradiierten Western in verschiedenen Variationen.
Komplizierte Dramaturgie liegt John Ford fern, episch zieht sich in den Filmen die Handlung hin. Der weite Horizont dehnt sich zu religiöser Mystik aus: Die Mormonen in "Westlich St. Louis" finden am Ende ihrer Odyssee das friedliche Tal; umgeben von Sand und Sonne stolpert John Wayne in "Spuren im Sand" (1948) mit dem Kind auf dem Arm der Siedlung zu. Er, der einst Banken ausraubte, erreicht nun geläutert sein Ziel. Unter einem mystischen Himmel dehnt sich in "Cheyenne" (1963) das paradiesische Tal aus, in dem die leidgeprüften Indianer endlich Ruhe finden, und wenn am Ende von "Die letzte Patrouille" (1934) hinter dem einzigen Überlebenden auf kleinen Hügeln blinkende Säbel glitzern, so ist das, wenn auch bitter, ein choralischer Abgesang.
Ironische Distanz findet sich bei John Ford selten, vielleicht ein wenig in der Wyatt-Earp-Szene von "Cheyenne" (1963), wenn James Stewart einem Cowboy in die Zehe schießt, weil der ihn beim Poker stört. Verbittert darüber, dass die alte Idylle zerstört ist, flüchtet Ford in "Der Mann, der Liberty Valance erschoss" in Sarkasmus: Er bindet Stewart die Küchenschürze um, während der letzte Westerner John Wayne die "Lost Generation" verkörpert. Wayne hat den Schwächling Stewart gerettet, indem er den Banditen Valance hinterrücks erschoss, während man Stewart die Tat zu Gute schreibt, ihn als Helden feiert und schließlich Senator werden lässt.
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