-
John Hughes
- Geboren am Samstag, 18. Februar 1950
- Geboren in Lansing, Michigan, USA
- Gestorben am Donnerstag, 6. August 2009
- Gestorben in Manhattan, New York, USA
John Hughes steht für positive amerikanische Werte: Vor allem das Trugbild der sauberen amerikanischen Familie hat Hughes in seinen Filmen immer zum höchsten aller Ziele gemacht, gleich ob er nun das Drehbuch schrieb, Regie führte oder produzierte.Gewalt ist niedlich, propagiert John Hughes 
John Hughes wuchs in den Vorstädten von Detroit auf, sein Vater war Handelsvertreter. Als John 13 Jahre alt war, zog die Familie nach Chicago, lebte am Rande einer Nobelsiedlung. Das tägliche Erleben der Gegensätze ließ in Hughes bald eine Abneigung gegen Snobismus entstehen, was sich später in seinen Filmen widerspiegeln sollte. Es sind nicht die Betuchten, denen seine Sympathie gilt, sondern die Durchschnitts-Amerikaner.
Nach seinem Abschluß an der Glenbrook North High School (1968) besuchte John Hughes die University of Arizona, doch schon nach einem Jahr schmiß er sein Studium. Familienfreundlich, wie der junge Mann nun einmal war, hatte er damals schon einen Ehebund geschlossen. Er bekam einen Job in der Werbebranche und arbeitete an einigen Anzeigen mit, etwa für "7-up".
Schreiben blieb vorerst John Hughes' Hauptbeschäftigung. Er verfaßte Kurzgeschichten, Zeitschriftenartikel, unveröffentlichte Romane und Witze für diverse Komiker. 1979 wurde er Redakteur beim Satiremagazin "National Lampoon".
Ein Kinofilm von "National Lampoon" war es, mit dem John Hughes seinen Einstand als Drehbuchautor gab: "Ich glaub', mein Straps funkt S.O.S." (1982) von Michael Miller. Dem folgte mit "Mr. Mom" (1983) von Stan Dragoti seine erste Familienkomödie. Das "niedliche US-Arbeitsmarkt-Komödchen" bezieht seinen Witz daraus, daß ein Familienvater (Michael Keaton) seinen Job verliert, die Mutter (Teri Garr) aber als überarbeitete Karrierefrau fürs Geld sorgt. Tradierte Rollenmuster werden bestätigt: Das Chaos bricht aus, wenn die Frau mal nicht am Herd steht.
Nach "Die schrillen Vier auf Achse" (1983), einer weiteren "National Lampoon"-Produktion, gab John Hughes bereits 1984 mit "Sixteen Candles" sein Regiedebüt. Molly Ringwald spielte in dieser romantischen Teenie-Komödie eine 16jährige, die sich unglücklich in einen älteren Mitschüler verliebt. Auch mit seinen nächsten Filmen blieb John Hughes dem Teenie-Film treu. Manchmal gelang es ihm dabei, über dem Niveau des Genres zu bleiben, zum Beispiel in "Breakfast Club - Der Frühstücksclub" (1984) mit Emilio Estevez und Molly Ringwald. Bei diesem Film fungierte Hughes erstmals auch als Produzent. Außerdem ist er - ungenannt - in einer kleinen Rolle zu sehen.
Copyright © Prisma-Verlag GmbH & Co KG

