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Die Frau an Bergmans Seite 

Liv Ullmann
(Liv Johanne Ullmann)
- Geboren am Freitag, 16. Dezember 1938
- Geboren in Tokio, Japan
Ein junger (argentinischer) Dichter hat sie einmal so beschrieben: "Ihr Gesicht ist eine weite Landschaft, auf der sich Lichter und Schatten begegnen. Wolken ziehen darauf vorüber und hinterlassen keine Spuren. Für kurze Zeit graben Leid und Freude Furchen ein, doch nach dem Regen sind sie wie weggewischt." Diese Zeilen entstehen 1988 während der Dreharbeiten zu Jeanine Meerapfels "La Amiga". Erzählt wird von der Freundschaft zweier Frauen vor dem Hintergrund des Militärterrors in Argentinien. Eine Mutter kämpft um den verschleppten Sohn.Sensible Schauspielerin in vielen Meisterwerken: Liv Ullmann 
Liv Ullmann, die Tochter eines in Japan tätigen norwegischen Ingenieurs, kehrt nach Kriegsbeginn nach Norwegen zurück und beginnt nach der Schule eine Schauspielausbildung, zuerst in Trondheim, später in London. Ende der Fünfzigerjahre startet sie eine Bühnenkarriere in Stavanger, die sie 1960 ans Osloer Nationaltheater führt. Bekannt wird Liv Ullmann als Darstellerin unter Regisseur Ingmar Bergman. In "Persona" (1966) versinkt sie als Bühnenschauspielerin Elisabeth Vogler nach einer "Elektra"-Aufführung in Apathie. Die behandelnde Ärztin stellt der stummen Frau ihr Sommerhaus zur Verfügung und gibt ihr die junge Krankenschwester Alma alias Bibi Andersson mit. Zwischen den Frauen entsteht eine sehr innige, intime Beziehung, doch von Elisabeth, die ihr Schweigen nicht bricht, geht eine suggestive Macht aus, die die andere zerstört.
Ingmar Bergmans "Persona" ist der erste große Film der damals bereits bekannten Bühnenschauspielerin Liv Ullmann. Der Regisseur wird ihr Lebenspartner und macht sie zum Star. Weitere gemeinsame Filme entstehen, die Liv Ullmann auch international berühmt machen. Es sind komplex angelegte Studien über starke Frauen in zerstörerischen Krisensituationen: "Die Stunde des Wolfes" (1968), "Schande" (1969), "Passion" (1969), "Schreie und Flüstern" (1972), "Szenen einer Ehe" (1973), "Von Angesicht zu Angesicht" (1975), "Das Schlangenei" (1976/77), "Herbstsonate" (1977/78), sowie drei Dokumentarfilme.
Für die Rolle der Eva Rosenberg in Bergmans "Schande" wird sie als beste schwedische Schauspielerin ausgezeichnet, für ihre Leistungen in "Schreie und Flüstern" und "Szenen einer Ehe", wo sie sich mit ihrem Film-Ehemann Erland Josephson einen sechsstündigen Ehekrieg liefert, erhält sie den Preis der New Yorker Filmkritik. Und vier Jahre später kann Bergman dank der Produktionshilfe von Dino de Laurentiis erneut einen langen Kino/Fernsehfilm mit Josephson und Ullmann drehen. "Von Angesicht zu Angesicht" wird wiederum von der New Yorker Filmkritik gefeiert. Liv Ullmann wird für den Oscar vorgeschlagen (wie bereits 1972 für Jan Troells Epos "Die Neubürger").
Neben ihren berühmten Auftritten in den Bergman-Filmen ist sie aber auch bei zahlreichen anderen bekannten Regisseuren zu sehen. In Michael Andersons "Papst Johanna" (1971), in Charles Jarrots Musical-Remake von Shangri-La "Der verlorene Horizont" (1972), bei Jan Troell in dem Zweiteiler "Die Neubürger" (1972) und "Das neue Land" (1973), sowie in "Zandys Braut" (1974). Sie ist mit zahlreichen großen internationalen Stars bei Richard Attenboroughs "Die Brücke von Arnheim" (1977) dabei, wie sie überhaupt Partnerin vieler bekannter Schauspieler ist. 1992 spielt sie in Sven Nykvists Regiedebüt "Der Ochse", im gleichen Jahr dreht sie auch ihren ersten eigenen Film als Regisseurin, "Sofie", die unglückliche Ehegeschichte einer dänischen Jüdin Ende des 19. Jahrhunderts.
Weitere Filme: "Die Auswanderer" (1969), "Kalter Schweiß", "Der unheimliche Besucher" (beide 1970), "Vierzig Karat" (1973), "Gefährliche Züge" (1983), "Das nächste Opfer" (1984), "Hoffen wir, dass es ein Mädchen wird" (1985), "Moskau - Schalom", "Gaby - Eine wahre Geschichte" (beide 1987), "Der Rosengarten" (1989), Bernt Capras "Wendezeit" (1990), "Sarabande" (2002), "The Danish Poet" (Erzählerin, 2006), "I et speil i en gåte (2008). 1995 entsteht ihr zweiter Film "Kristin Lavranstochter", 1999 folgte ihre dritte Regiearbeit "Die Treulosen". Liv Ullmann hat eine Tochter von Ingmar Bergman.
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Liv Ullmann
Regie 1995 Kristin Lavranstochter
Kristin Lavransdatter
Literaturverfilmung, Deutschland/Norwegen1995 Private Confessions
Spielfilm, Schweden1999 Die Treulosen
Trolösa
Ehedrama, SchwedenBuch 1995 Kristin Lavranstochter
Kristin Lavransdatter
Literaturverfilmung, Deutschland/NorwegenDarsteller 1966 Persona
Persona
Drama, SchwedenElisabeth Vogler 1966 Die Stunde des Wolfs
Vargtimmen
Drama, SchwedenAlma Borg 1968 Schande
Skammen
Beziehungsdrama, SchwedenEva Rosenberg 1969 Die Auswanderer
Utvandrarna
Drama, SchwedenKristina 1970 Kalter Schweiß
De la part des copains
Thriller, Frankreich/ItalienFabienne 1970 Der unheimliche Besucher
Night Visitor
Thriller, USAEsther Jenks 1971 Die Neubürger
Nybyggarna
Drama, SchwedenKristina Nilsson 1971 Papst Johanna
Pope Joan
Historiendrama, GroßbritannienPapst Johanna 1972 Der verlorene Horizont
Lost Horizon
Musical, USACatherine 1973 Vierzig Karat
40 Carats
Komödie, USAStanley, Ann 1973 Szenen einer Ehe
Scener ur ett äktenskap
Beziehungsdrama, SchwedenMarianne 1974 Zandys Braut
Zandy's Bride
Western, USAHannah Lund 1977 Die Brücke von Arnheim
A Bridge Too Far
Kriegsfilm, GroßbritannienKate ter Horst 1977 Das Schlangenei
The Serpent's Egg
Melodram, Deutschland, USAManuela Rosenberg 1978 Herbstsonate
Drama, Schweden/DeutschlandEva 1983 Gefährliche Züge
La diagonale du fou
Thriller, Frankreich, SchweizMarina 1984 Das nächste Opfer
Drama, Kanada/FrankreichJennie Campbell 1985 Hoffen wir, dass es ein Mädchen wird
Speriamo che sia femmina
Komödie, Italien, FrankreichContessa Elena 1987 Gaby - Eine wahre Geschichte
Gaby - a True Story
Melodram, USASari Brimmer 1987 Moskau - Schalom
TV-Drama, ItalienIda Nudel 2002 Sarabande
Saraband
Familiendrama, SchwedenMarianne
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