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Eine Frau setzt sich in Szene 

Madonna
(Madonna Louise Veronica Ciccone)
- Geboren am Samstag, 16. August 1958
- Geboren in Bay City, Michigan, USA
Sie ist ein Megastar der Pop-Industrie: Madonna. Gewagte Videoclips scheinen die üppige, platinblonde Pop-Diva in ihrem eigentlichen Element zu zeigen. Denn als Schauspielerin wird der sich selbst vermarktende Popstar nicht eben hoch eingeschätzt. Ganz anders ihre Popularität, die ihre schauspielerischen Leistungen und den nicht gerade überwältigenden Gesang in den Schatten zu stellen vermag. Ihr Auftritt als Evita Perón in Alan Parkers Romanverfilmung "Evita" (1996) ließ den Blätterwald jedenfalls wochenlang rauschen und machte einen Kinoflop zumindest zum Medienereignis.Superstar mit Ecken und Kanten: Madonna 
Madonna ist sechs Jahre alt, als ihre Mutter an Brustkrebs stirbt. Die Halbwaise wird von ihrem strengen Vater, der Stiefmutter und den Verwandten großgezogen. Schon den Teenager treibt es dorthin, wo Action angesagt ist. Madonna nimmt Klavier- und Ballettstunden. Die Tanzschule in Michigan bricht sie nach einem Jahr ab, um mit 17 Jahren nach New York zu gehen. Dort lebt sie lange von der Hand in den Mund, sammelt erste musikalische Erfahrungen mit der Band "Breakfast Club" und trainiert kurzzeitig mit der Alvin Ailey Dance Company.
Als Aktmodell steht sie für Fotografen vor der Kamera. Madonna zeigt auch darüber hinaus gerne, was sie hat. Jahre später tauchen Fotos aus dieser Zeit in den Männermagazinen "Penthouse" und "Playboy" auf und unterstreichen das spätere Bild vom skandalumwitterten Vamp. In Paris lernt Madonna neben den Gesangsauftritten Schlagzeug, Gitarre und Keyboards.
1983 kehrt sie mit dem Produzenten John "Jellybean" Benitez in den Big Apple zurück und bringt ein Jahr später ihr erstes Album heraus: Madonna. Der Anfang einer phänomenalen Pop- Karriere. Noch ihm gleichen Jahr landet ihr Album "Like a Virgin" ganz oben in den Charts. Ihre Platten verkaufen sich millionenfach. Ein Imperium, mit einem Milliarden-Umsatz entsteht: Platten, Clips, Konzerte, Videos, gigantische Bühnenshows (1988 Broadway-Debüt), Bücher ("Sex") und Kinofilme.
Ihr Filmdebüt fällt ins Jahr 1979 mit dem zweifelhaften Experimentalfilm "A Certain Sacrifice", von dem sie sich später zu distanzieren versuchte. Mittlerweie (bis 1997) steht Madonna in den Besetzungslisten von immerhin rund 30 Filmen. Ihre Ehe (1985 bis 1989) mit dem Schauspieler Sean Penn ebnete ihr diesen Weg. Zu den besseren Produktionen wird Susan Seidelmans Kinovergnügen "Susan... verzweifelt gesucht" (1985) gerechnet. Madonna spielt eine Herumstreunerin - eine Paraderolle. Ebenso wie ihre Rolle als (singender) Vamp in der Warren-Beatty-Produktion über den Detektiv "Dick Tracy" (1990). Für den Stephen Sondheim-Song, "Sooner Or Later", gibt es einen von drei Oscars für diesen Film, der u. a. in der Sparte bestes Musical des Jahres ausgezeichnet wird.
Es folgen Filme wie "In Bed with Madonna" (1991), ein Konzertmitschnitt ihrer 1990-Welttournee. Ferner der Sportfilm über eine weibliches Baseball-Team, "Eine Klasse für sich" (1992) und der Woody-Allen-Film "Schatten und Nebel" (1991). "Body of Evidence" (1992), ein Erotik-Thriller, fiel trotz großen Vorankündigungen bei der Kritik durch, gehört aber sicherlich nicht zu den schlechtesten. Die letzter Höhepunkte von Madonnas Filmschaffen waren Spike Lees "Girl 6" und vier Jahre später John Schlesingers Tragikomödie "Ein Freund zum Verlieben" mit Rupert Everett.
Nach der Geburt ihrer Tochter, der von einem riesigen Medienrummel begleitet wurde, erschienen ihre Alben "Ray of Light" und "Music". Im Dezember 2000 wurde Madonna dann erneut ihrer Star-Rolle gerecht: Ihre Hochzeit mit dem britischen Regisseur Guy Ritchie avancierte zum Medienspektakel, ebenso übrigens die Taufe ihres gemeinsamen Sohnes Rocco, der im gleichen Jahr geboren wurde. Das Ehepaar wohnt abwechselnd in Los Angeles und London. 2002 drehten die beiden gemeinsam "Stürmische Liebe - Swept Away", in der sich Madonna als Superzicke versuchte. Das kann sie ja gut, aber dennoch floppte der Film. Im Oktober 2008 gaben die beiden schließlich ihre Trennung bekannt.
Weitere Filme mit Madonna: Harold Beckers Liebesfilm "Crazy for You" (1985), Jim Goddards Abenteuerfilm "Shanghai Surprise" (1986) mit ihrem damaligen Ehemann Sean Penn, James Foleys Komödie "Who's That Girl" (1987), Howard Brookners Tragikomödie "Bluthunde am Broadway" (1989), Abel Ferraras Drama Dangerous Game" (1993), Wayne Wangs und Paul Austers Blue in the Face - Alles blauer Dunst" (1994) sowie der Episodenfilm "Silvester in fremden Betten" (1995). 2008 kommt sie in Christina Clausens Dokumentarfilm "Keith Haring" zu Wort.
Foto: Warner
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