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Sidney Lumet
- Geboren am Mittwoch, 25. Juni 1924
- Geboren in Philadelphia, Pennsylvania, USA
Schon als Kind steht er auf der Bühne, später tritt Sidney Lumet auch im Fernsehen auf, bis er Regisseur von TV-Spielen wird. 1957 hat er die Möglichkeit, seine erfolgreiche Inszenierung von Reginald Roses TV-Spiel "Die 12 Geschworenen" als Kinofilm zu realisieren. Rose selbst produziert mit dem Star Henry Fonda gemeinsam, der Film wird ein großer Erfolg. Und Lumet bleibt auch in der Folgezeit ein Garant für kommerziell erfolgreiche Kinofilme.Erfolgsregisseur Sidney Lumet 
Er ist jemand, der sich nicht nur durch einen bestimmten Stil oder eine unverwechselbare Art auszeichnet, er löst vielmehr dramaturgische Probleme auf eine eigenwillige Art. Vor allem zeigt er nicht selten Dramatik auf sehr eng begrenzten Spielraum wie etwa in einem Eisenbahnzug in "Mord im Orientexpreß" (1974), eine Bankfiliale in "Hundstage" (1975) oder bereits in der Schwurgerichtsverhandlung in "Die 12 Geschworenen".
Lumet ist durch seine TV-Praxis ein bestens ausgebildeter Techniker, ein Arbeitstier, von dem Sean Connery sagt: "Was der Lumet da in 26 Tagen gemacht hat, dafür bräuchte ein anderer Regisseur mehrere Monate." Connery hat bereits mehrfach mit Lumet gearbeitet, so in "Der Anderson Clan" (1970), in "Sein Leben in meiner Gewalt" (1972) und in "Family Business" (1989).
Lumets frühe Filme - meist in Schwarzweiß und in einem harten, naturalistischen Stil gehalten -, beschäftigen sich vorwiegend mit Konflikten, die aus menschlicher Besessenheit resultieren, wie etwa "Der Mann in der Schlangenhaut" (1960) mit Marlon Brando und Anna Magnani nach Tennessee Williams, "Eines langes Tages Reise in die Nacht" (1962) nach Eugene O'Neill, mit Ralph Richardson und Katharine Hepburn, "Angriffsziel - Moskau" (1964) und "Der Pfandleiher" (1964). Später inszeniert er Farbfilme, die feinsinniger und humorvoller sind als bislang, etwa "Die Clique" (1965) nach dem Roman von Mary McCarthy. Mit "Die Möwe" nach Tschechow wendet sich Lumet erstmals einem europäischem Klassiker zu und hält sich strikt an das Original.
In den 70er Jahren dreht er Thriller wie "Der Anderson Clan" (1970) und "Serpico" (1973). Weitere wichtige Filme sind der Oscar-gekrönte "Network" (1976), eine Auseinandersetzung mit dem Fernsehen, "Prince of the City" (1982) mit einem überragenden Treat Williams über üble Polizeistrukturen, "The Verdict - die Wahrheit und nichts als die Wahrheit" (1982) über das US-Rechtssystem. Sidney Lumet gehört bis heute zu den wichtigen Regie-Persönlichkeiten des modernen Kinos, er ist konsequent, zuverlässig und oft sehr kompromisslos.
Weitere Filme von Sidney Lumet: "Ein Haufen toller Hunde", (1964), "Anruf für einen Toten" (1966), "The Appointment" (1968), "Blutsverwandte", "Ein Hauch von Sinnlichkeit" (beide 1969), "...dann war mein Leben nicht umsonst - Martin Luther King" (1970), "Equus - Blinde Pferde" (1977), "Sag mir, was du willst" (1980), "Das Mörderspiel" (1981), "Daniel" (1983), "Die Göttliche" (1984), "Power - Weg zur Macht" (1985), "Der Morgen danach" (1986), "Die Flucht ins Ungewisse" (1987), "Tödliche Fragen" (1990), "Sanfte Augen lügen nicht" (1992), "Jenseits der Unschuld" (1993), "Nacht über Manhattan" (1996), "Sterben und erben" (1997), "Gloria" (1999), "Nach einer wahren Geschichte" (Darsteller), "Das Verhör" (beide 2004), Tödliche Entscheidung - Before the Devil Knows You're Dead" (2007).
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