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The Marx Brothers
Groucho Marx (Julius, 2.10.1890 - 19.8.1977)Warmer Händedruck gefällig? Die Marx-Brothers: Chico, Zeppo, Groucho und Harpo 
Harpo Marx (Adolph, 23.11.1893 - 28.9.1964)
Chico Marx (Leonard, 22.3.1887 - 11.10.1961)
Zeppo Marx (Herbert, 25.2.1901 - 30.11.1979)Geburtsort (alle vier): New York
Geburtsland: USAWie Charlie Chaplin, Buster Keaton und Laurel & Hardy sind für Kinogänger aller Generationen die Marx Brothers ein Begriff. Gemeinsam mit Laurel & Hardy, die bei uns zu "Dick und Doof" geworden sind, lebt ihre Komik vom Kaputtmachen, von der Zerstörung. Jeder der Brüder hat bereits in den ersten Kabarett-Jahren eine ganz eigene, persönliche Charakteristik angenommen.
Groucho simuliert mit großem, angemaltem Schnurrbart, Mittelscheitel, Brille, langer Zigarre und schlecht sitzendem Anzug den Vertreter der guten Gesellschaft. Mit seinen stets beleidigenden Sprüchen, bei denen er Worte und Sätze ständig verdreht, macht er gleichermaßen seinen eigenen Charakter zum Zerrbild. Chicos Erscheinung basiert auf dem traditionellen italienischen Straßenhändler: zusammengewürfelte Kleidung, erfolglose, linkisch ausgeführte Intrigen, übertriebener Akzent und wilde Kalauer. Er spielt brillant Klavier und schießt dabei mit dem Zeigefinger auf die Tasten.
Harpo mimt den Stummen mit der strubbeligen Wollperücke und dem zu großen Mantel. Wie Chico ist er ein talentierter Musiker. Er spielt Harfe, macht sich mit einer Autohupe verständlich, die er aus der Tiefe seiner Hosentasche zieht. Er ist exzentrisch in seiner Zerstörungwut: Er stopft alles in sich hinein, auch den Inhalt von Tintenfässern, schneidet mit einer Schere Krawatten, Frackschöße und Röcke ab. Keiner kann wie er ein Klavier oder einen Flügel während des Spieles auseinandernehmen und am Ende die Saiten als Harfe benutzen. Dabei ist sein Spiel völlig losgelöst von der Handlung. Sein Auftritt gleicht einer Kabarett- oder Zirkusnummer: Er setzt sich hin und spielt los, meist ein klassisches Stück. Am Ende gähnt er, als sei er höchst gelangweilt. Zeppo hatte die undankbarste Rolle. Als jüngster Bruder kam er zu der Truppe, als sie schon stand, und das auch nur, weil der Fünfte im Bunde, Gummo, schon früh ausstieg. Zeppos Figur ist am wenigsten ausgeprägt. Er versucht sich fünf Filme lang als ungeschickter romantischer Held. Doch dann zieht er sich zurück.
Bekannt wird die Komikertruppe im Amerika der Zwanzigerjahre als Varieté-Attraktion. Unter der Leitung der resoluten Mutter, Minnie Marx, beginnen die Marx Brothers 1907 mit der Bühnenlaufbahn als "The Three Nightingales", das sind Groucho und Gummo Marx, sowie Mabel O'Donnell. Kurz darauf kommt Harpo dazu und sie sind nach Ausscheiden von Mabel O'Donnell, zusammen mit Lou Levy "The Four Nightingales". Schließlich aber bilden Groucho, Gummo, Harpo, ihre Mutter Minnie und deren Schwester Hannah Schickler und Freddie Hutchins "The Six Mascots". Ab 1912 heißen sie "3 Marx Brothers & Co." Und als Chico dazukommt "4 Marx Brothers and Company". Vor Beginn der Broadway-Karriere verlässt Gummo die Truppe und wird durch Zeppo ersetzt.
Drei Musical-Erfolge bringen sie als Bühnenkomiker nach oben: "I'll Say, She Is" (1924), "The Cocoanuts" (1925) und "Animal Crackers" (1928). Mit der Verfilmung der beiden letzten, überaus erfolgreichen Stücke 1929 und 1930 durch die Paramount beginnt die Kinokarriere des Teams. Sie sind fortan die Anarchisten der Filmkomödie. Paramount produziert auch die nächsten Marx-Brothers-Filme: "Die Marx Brothers auf See" (Monkey Business, 1931), "Blühender Blödsinn" (Horse Feathers, 1932) und "Die Marx Brothers im Krieg" (Duck Soup, 1933).
"The Cocoanuts", inszeniert von Robert Florey mit der Musik von Irving Berlin, ist im Stil des Chaos bereits bestimmend für die späteren Arbeiten. Als blinde Passagiere begegnet man den Marx Brothers 1931 in "Monkey Business" auf einem Ozean-Liner. In dem ebenso geistreichen wie köstlich augenzwinkernden Spiel mit grotesken Situationen strapazieren die Marx Brothers die Lachmuskeln ihrer Zuschauer. "Blühender Blödsinn" heißt schließlich die von Norman McLeod inszenierte, hinreißende Parodie auf den amerikanischen College-Betrieb. Rektor Groucho legt besonderen Wert auf eine gut funktionierende Football-Mannschaft. Was mit Spieltalent nicht zu schaffen ist, machen die Fouls!
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