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Ryan O'Neal
(Patrick Ryan O'Neal)
- Geboren am Sonntag, 20. April 1941
- Geboren in Los Angeles, Kalifornien, USA
Das Filmgeschäft ist Ryan O'Neal sozusagen in die Wiege gelegt: Er ist der Sohn des Drehbuchautors Charles O'Neal und der Schauspielerin Patricia Callaghan O'Neal. Als junger Mann war er wohl zunächst nicht sehr pflegeleicht. Nach einer Schlägerei bei einer Silvesterparty wanderte er wegen Körperverletzung für 51 Tage in den Knast. Da er also nachgewiesenermaßen mit den Fäusten hinlangen konnte, versuchte er sich zunächst einmal als Leibwächter und Amateurboxer. Seine Filmkarriere startete er Ende der 50er Jahre als Stuntman und Kleindarsteller in TV-Serien. Seine erste größere Rolle hatte er von 1964 bis 1969 in der Serie "Peyton Place" als Rodney Harrington.Ryan O'Neal in "Is was, Doc?" 
Sein Kinodebüt war "Nancy, ein eiskaltes Playgirl" (1969) von Alex March, doch erst die nächste Rolle machte ihn zum Star. In Arthur Hillers äußerst erfolgreichem Schmachtfetzen "Love Story" (1970) spielte er den unglücklichen Oliver Barrett IV, der zuerst um seine große Liebe kämpfen muss und sie dann durch Krankheit verliert. Danach sah man in in Blake Edwards elegischem Western "Missouri" (1971) an der Seite von William Holden. Einen großen Hit hatte er dann wieder mit Peter Bogdanovichs Screwball-Comedy "Is' was, Doc?" mit Barbra Streisand. O'Neal hatte bewiesen, dass sein jungenhafter Charme in Komödien, Western und Melodramen gleichermaßen gut zu gebrauchen war.
Mit Peter Bogdanovich drehte er die gelungene nostalgische Komödie "Paper Moon" (1972), in der er mit seiner Tochter als Bibelverkäufer über Land reist. Obwohl er den Leuten seine überteuerten Bücher mit faulen Tricks andreht, ist er doch ein liebenswerter Kleingauner, der auch niemandem etwas wirklich Böses tut. Nach dem Film entstand auch eine erfolgreiche TV-Serie, in der O'Neal allerdings nicht die Hauptrolle spielte. Wieder bei Bogdanovich, wieder nostalgisch war eine Reise in die Kindertage des Kinos: "Nickelodeon" (1976). Zwischendurch war er in in inhaltlich und formal völlig unterschiedlichen Filmen wie der Routine-Produktion "Webster ist nicht zu fassen" (1973) und Stanley Kubricks exquisitem Historienfilm "Barry Lyndon" (1973) zu sehen.
Neben Stars im Dutzend spielte er in Richard Attenboroughs Heldenepos aus dem Zweiten Weltkrieg "Die Brücke von Arnheim" (1977). Nach "Olivers Story" (1978), der belanglosen Fortsetzung von "Love Story", hatte er in "Driver" (1978) von Arthur Hill wieder eine dankbare Rolle: Er lässt sich von Gangstern anheuern, um Fluchtautos zu steuern. Danach ging es mit O'Neals Karriere steil bergab. In der lahmen Komödie "Was, du willst nicht?" (1979) von Howard Zieff war wieder Barbra Streisand seine Partnerin. Es folgten Andrew Bergmans alberne Komödie "Der ausgeflippte Professor" (1981), Ernest Days müder Abenteuerfilm "Das Condor-Komplott" (1981), die lausige Homosexuellenklamotte "Zwei irre Typen auf heißer Spur" (1982) von James Burrows, Charles Shyers Plädoyer für die Familie: "Triple Trouble" (1983).
In dem Spielerfilm "Jackpot" (1985) von Richard Brooks spielt O'Neal so miserabel, als ob ihn das alles überhaupt nichts anginge. Danach spielte er in dem Kriminalfilm "Harte Männer tanzen nicht" (1987) und, neben Cybill Shepherd und Robert Downey jr., in Emile Ardolinos Komödie "Ein himmlischer Liebhaber" (1989). Nach so viel Mittelmaß und Schrott machte er sich in den 90er Jahren rar und spielte nur hin und wieder einmal im Fernsehen. 1996 hatte er endlich wieder einen halbwegs sehenswerten Auftritt in Paul Mazurskys "Der Hochzeitstag". Als fleißig fremdgehender Ehemann ist er seiner Frau (Cher) überdrüssig, und so heuert er einen Killer an (Chazz Palminteri), der sie beseitigen soll. Doch der platzt ausgerechnet mitten in einen Selbstmordversuch der Schönen...
1998 drehte er wieder mit "Love Story"-Regisseur Arthur Hiller: "Fahr zur Hölle, Hollywood" war eine nur teilweise gelungene Satire auf das Filmgeschäft. O'Neal spielte einen aalglatten Produzenten, der mit seinen Eingriffen in einen fertigen Film den Regisseur dazu treibt, sein Werk zu verbrennen.
Nach einigen Filmen: "Zero Effect (1998), "The Gentleman Bandit", "The List" (beide 2000), "Im inneren Kreis" (2001), "Malibu's Most Wanted" (2003) und "Waste Land" (2007) tauchte O'Neal in den letzten Jahren öfters in TV-Serien auf: "Bull" (2000-2001), "Kate Fox & die Liebe" (2003-2005), "Desperate" Housewives (Gastrolle, 2005) und "Bones" (2006-2007).
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4-Wochen-Vorschau für Ryan O'Neal
Sonntag, 7. März 2010 16.05 - 17.45 Sky Cinema HitsLove Story Melodram, USA, 1970, 96 min, FSK 12 -
Ryan O'Neal
Darsteller 1968 Nancy, ein eiskaltes Playgirl
Drama, USAJack Ryan 1970 Love Story
Melodram, USAOliver Barrett IV 1971 Webster ist nicht zu fassen
Krimikomödie, USAWebster McGee 1971 Missouri
Wild Rovers
Western, USAFrank Post 1972 Paper Moon
Paper Moon
Gaunerkomödie, USAMoses Pray 1972 Is' was, Doc?
What's Up, Doc?
Komödie, USAHoward Bannister 1973 Barry Lyndon
Barry Lyndon
Historienfilm, GroßbritannienBarry Lyndon 1976 Nickelodeon
Komödie, USA, GroßbritannienLeo Taylor Harrigan 1977 Die Brücke von Arnheim
A Bridge Too Far
Kriegsfilm, GroßbritannienGeneral James Gavin 1978 Was, du willst nicht?
Komödie, USAEddie Scanlon 1978 Driver
The Driver
Actionthriller, USAFluchtfahrer 1978 Olivers Story
Oliver's Story
Drama, USAOliver Barrett 1981 Der ausgeflippte Professor
So Fine
Komödie, USABobby 1981 Zwei irre Typen auf heißer Spur
Partners
Krimikomödie, USABenson 1983 Triple Trouble
Irreconcilable Differences
Komödie, USAAlbert Brodsky 1987 Harte Männer tanzen nicht
Tough Guys Don't Dance
Kriminalfilm, USATim Madden 1988 Ein himmlischer Liebhaber
Chances Are
Komödie, USAPhilip Train 1989 Blick in den Abgrund
Small Sacrifices
Psychothriller, USALew Lewiston 1992 Kein Engel auf Erden
The Man Upstairs
Weihnachtsfilm, USAMooney Polaski 1995 Der Hochzeitstag
Faithful
Thrillerkomödie, USAJack O'Donnel 1997 Fahr zur Hölle Hollywood
An Alan Smithee Film - Burn, Hollywood, Burn
Satire, USAJames Edmunds 1998 Zero Effect
Zero Effect
Thriller, USAGregory Stark 2000 Torus - Das Geheimnis aus einer anderen Welt
Epoch
Sciencefiction, USAAllen Lysander 2001 Im inneren Kreis
People I Know
Drama, USA/DeutschlandCary Launer 2003 Malibu's Most Wanted
Komödie, USABill Gluckman
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