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Michel Serrault
Der in der Nähe von Paris geborene Michel will als Kind unbedingt Clown werden - oder Priester. So schickte man ihn ans Priesterseminar, wo er sich nach wenigen Wochen eines anderen bessann; er studierte am Centre dramatique Schauspielkunst und wurde eines der jüngsten Mitglieder der Comedie Francaise, wo er Klassiker spielte und mit dem von ihm hochverehrten Jean-Louis Barrault zusammenarbeitete. Den frühen Wunsch Clown zu werden, gab er nie auf: Als er bereits ein etablierter Schauspieler ist, lernte er Pantomime und Trompete. Mit Jean Poiret, den er in der Comedie kennenlernte, spielte er Kabarett, schrieb kleine Einakter-Komödien und Sketches. 1973 schließlich spielte er am Pariser Theatre Palais Royal eine seiner erfolgreichsten Rollen in "Ein Käfig voller Narren", geschrieben von seinem Freund Jean Poiret. Und dieses Stück wird schließlich 1978 (zwei weitere Fortsetzungen folgten 1980 und 1985) verfilmt. Im Kino beeindruckte Serrault besonders durch seine subtilen Rollen in Jean-Pierre Mockys schwarzer Komödie "Der rote Ibis" (1975), in Bertrand Bliers "Frau zu verschenken" (1978) mit Gérard Depardieu und Patrick Dewaere, neben Romy Schneider und Lino Ventura in Claude Millers Thriller "Das Verhör" (1981), in Claude Chabrols "Die Fantome des Hutmachers" (1982) an der Seite von Charles Aznavour und im gleichen Jahr als Detektiv - der Isabelle Adjani beschattet - in Claude Millers Kriminalfilm "Das Auge". 1986 arbeitete Serrault erneut mit Jean-Pierre Mocky zusammen, diesmal in der Komödie "Das Wunder des Papu". Großartig auch sein Auftritte als Massenmörder in Christian de Chalonges "Dr. Petiot" (1989) und in Laurent Heynemanns Erotikkomödie "Die Dame, die am Meer spazierte" (1991), wo er Jeanne Moreau den Hof machte. Ein großer Erfolg war auch Serraults Auftritt an der Seite von Emmanuelle Béart in Claude Sautets Liebeskomödie "Nelly und Moniseur Arnaud" (1995). Serrault stand sozusagen bis zum Schluss vor der Kamera. Er starb an den Folgen eines langjährigen Krebsleidens. Weitere Filme mit Michel Serrault Demnächst im TV ...
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