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Maria Schell
(Margarete Schell)
- Geboren am Freitag, 15. Januar 1926
- Geboren in Wien, Österreich
- Gestorben am Dienstag, 26. April 2005
- Gestorben in Preitenegg, Österreich
Sie war der Star des Melodrams der Fünfzigerjahre, ihr unschuldiger Augenaufschlag, die leidende und liebende Heldin, das "Seelchen" rührte das Publikum zu Tränen: Maria Schell. Nach ersten Filmrollen in "Der Engel mit der Posaune" (1949), "Es kommt ein Tag" (1950) und "Dr. Holl" (1951) wurde sie mit "Bis wir uns wiedersehen" (1952), "Der träumende Mund" (1952) und "Tagebuch einer Verliebten" mit ihrem langjährigen Filmpartner O.W. Fischer zum Traumpaar des deutschsprachigen Nachkriegs-Kinos.Einer der ersten Stars des deutschsprachigen Nachkriegs-Kinos: Maria Schell 
Internationale Anerkennung wurde ihr für die Charakterrolle als Lazarettkrankenschwester in "Die letzte Brücke" (1953) zuteil. Für diese Rolle wurde sie auf den Filmfestspielen von Cannes 1954 als beste Schauspielerin gekürt. Weltweit bekannt wurde sie jedoch mit ihrer Rolle in Richard Brooks Verfilmung der berühmten Vorlage von Fjodor M. Dostojewski. In "Die Brüder Karamasow" (1957) war Rolle hatte sie auch an der Seite von Curd Jürgens in der Zuckmayer-Verfilmung "Der Schinderhannes" (1958). Danach spielte sie in weiteren Hollywood-Produktionen wie dem Western "Der Galgenbaum" (1958, Regie: Delmer Daves) mit Gary Cooper, sowie an der Seite von Glenn Ford in dem Western "Cimarron" (1960).
In den Sechzigerjahren widmete sie sich wieder intensiver ihrer Bühnenkarriere und spielte vermehrt im Fernsehen, aber auch immer wieder in internationalen Produktionen wie Guy Greens "Gebrandmarkt" (1960) mit Stuart Whitman oder Philippe de Brocas Komödie "Pack den Tiger schnell am Schwanz" (1968) mit Yves Montand und Jean Rochefort. 1974 wirkte Maria Schell in der deutsch-britischen Co-Produktion "Die Akte Odessa" mit. Hier waren Jon Voight und ihr Bruder Maximilian ihre Partner. Ein Jahr später besetzte sie Claude Chabrol in der Komödie "Die verrückten Reichen".
1976 folgte das "Reise der Verdammten" mit Faye Dunaway, Orson Welles und Max von Sydow, und selbst in "Superman" (1978) sah man sie an der Seite von Marlon Brando und Christopher Reeve. In dem vielfach als Romy Schneiders "Abschiedsfilm" bezeichnete Melodram "Die Spaziergängerin von Sans-Souci" war Maria Schell 1981 in einer Nebenrolle zu sehen. Nach diversen TV-Rollen in den Achtzigerjahren (u. a. in der Dürrenmatt-Verfilmung "Der Besuch der alten Dame") spielte sie schließlich 1996 in "Samson und Delila" (1996) von Nicolas Roeg eine ihrer letzten internationalen Rollen, nachdem sie in dem Mehrteiler "Der Clan der Anna Voss" (1995) in der Titelrolle zu sehen gewesen war. Ihre letzte TV-Rolle spielte sie ebenfalls 1996 in der Düsseldorfer "Tatort"-Episode "Heilig Blut".
Die Tochter des Schriftstellers Ferdinand Hermann Schell und der Schauspielerin Margarethe Noe wuchs mit ihren Geschwistern Maximilian, Immy und Carl - alle drei ebenfalls Schauspieler - in der Schweiz auf, nachdem die Familie 1938 vor den Nationalsozialisten aus Wien flüchten musste. Zunächst begann Maria Schell eine kaufmännische Ausbildung, wurde aber bereits im Alter von 16 Jahren ohne darstellerische Erfahrung für einen Film engagiert. Der folgende Schauspielunterricht brachte sie erst auf die Theaterbühne, danach wieder auf die Leinwand. Auch ihr Privatleben war stets mit der Schauspielerei verbunden: ihr erster Ehemann (1957-65) war Regisseur Horst Hachler, 1966 heiratete sie den Regisseur Veit Relin. Ihre gemeinsame Tochter Marie-Therese Relin wurde ebenfalls Schauspielerin.
Die gealterte und bis zu ihrem Tod fast nur noch in Erinnerungen lebende Schauspielerin bewohnte mit ihrem Bruder Maximilian Schell die elterliche Alm. 2002 stellte Maximilian ein bemerkenswertes Porträt von ihr zusammen: "Meine Schwester Maria".
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4-Wochen-Vorschau für Maria Schell
Mittwoch, 10. Februar 2010 23.00 - 0.20 WDRTatort Die AbrechnungKrimi, Deutschland, 1975, 80 min -
Maria Schell
Darsteller 1949 Der Engel mit der Posaune
Gesellschaftsdrama, ÖsterreichSelma Rosner 1950 Es kommt ein Tag
Melodram, Deutschland1951 Der wunderbare Flimmerkasten
The Magic Box
Filmbiografie, GroßbritannienHelena Friese-Greene 1951 Dr. Holl
Liebesfilm, DeutschlandAngelika, dessen Tochter 1952 Bis wir uns wiedersehen
Melodram, DeutschlandPamela 1953 Tagebuch einer Verliebten
Ehekomödie, DeutschlandBarbara Holzmann 1953 Solange du da bist
Melodram, DeutschlandEva Berger 1953 Die letzte Brücke
Kriegsfilm, Österreich, JugoslawienDr. Helga Reinbeck 1955 Gervaise
Literaturverfilmung, FrankreichGervaise 1955 Napoleon
Napoleon
Filmbiografie, FrankreichMarie-Louise 1955 Die Ratten
Drama, DeutschlandPauline Karka 1956 Rose Bernd
Melodram, DeutschlandRose Bernd 1957 Die Brüder Karamasow
The Brothers Karamazow
Literaturverfilmung, USAGruschenka 1958 Der Galgenbaum
The Hanging Tree
Western, USAElisabeth 1958 Une Vie
Drama, FrankreichJeanne 1958 Der Schinderhannes
Literaturverfilmung, DeutschlandJulchen 1959 Raubfischer in Hellas
Melodram, DeutschlandMana 1960 Gebrandmarkt
The Mark
Sozialdrama, GroßbritannienRuth, Sekretärin 1960 Cimarron
Western, USA1961 Das Riesenrad
Gesellschaftsporträt, DeutschlandElisabeth von Hill 1968 Pack den Tiger schnell am Schwanz
Le Diable par la queue
Komödie, Frankreich, Italien1968 Der heiße Tod
Der heiße Tod
Actionfilm, Deutschland/Italien/Spanien/GroßbritannienLeonie 1969 Der Hexentöter von Blackmoor
Der Hexentoeter von Blackmoor
Horrorfilm, Deutschland/Italien/SpanienMutter Rosa 1971 Die Pfarrhauskomödie
Heimatfilm, DeutschlandAushilfsköchin Irma Prechtl 1974 Die Akte Odessa
The O.D.E.S.S.A. File
Politthriller, Deutschland, GroßbritannienFrau Miller 1975 Die verrückten Reichen
Folies Bourgeoises
Komödie, Deutschland, Frankreich, ItalienGretel 1975 So oder so ist das Leben
Drama, DeutschlandKatja Crohnen 1976 Reise der Verdammten
Voyage of the Damned
Drama, GroßbritannienFrau Hauser 1977 Teerosen
Liebesfilm, DeutschlandBella 1978 Superman
Superman
Fantasyfilm, GroßbritannienBond-Ah 1978 Die erste Polka
Literaturverfilmung, DeutschlandValeska Piontek 1978 Spiel der Verlierer
Drama, DeutschlandAnna Friedrichs 1981 Die Spaziergängerin von Sans-Souci
La passante du Sans-Souci
Melodram, Deutschland, FrankreichAnna Hellwig 1982 Der Besuch der alten Dame
Fernsehspiel, SchweizClaire Zachanassian 1982 Das Traumschiff
Reihe, Deutschland1984 König Drosselbart
Kral drozida brada
Märchenfilm, CSSR/DeutschlandFürstin Maria 1992 Nach langer Zeit
Fernsehfilm, Frankreich/Kanada/DeutschlandMaria 1995 Der Clan der Anna Voss
Familienserie, DeutschlandAnna Voss 1995 Der Clan der Anna Voss: Die Entdeckung
Melodram, DeutschlandAnna Voss 1995 Der Clan der Anna Voss: Die Bedrohung
Melodram, DeutschlandAnna Voss 1995 Der Clan der Anna Voss: Der Rückschlag
Melodram, DeutschlandAnna Voss 1995 Der Clan der Anna Voss: Das Vermächtnis
Melodram, DeutschlandAnna Voss 1996 Dr. Berg - Nur das Leben zählt
La passion de docteur Bergh
Melodram, Deutschland/FrankreichMadame Herstäl 1996 Tatort - Heilig Blut
Krimi, DeutschlandÄbtissin 2002 Meine Schwester Maria
Meine Schwester Maria
Biographie, Deutschland, Österreich, Schweiz
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