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Robert Ryan
(Robert Bushnell Ryan)
- Geboren am Donnerstag, 11. November 1909
- Geboren in Chicago, Illinois, USA
- Gestorben am Mittwoch, 11. Juli 1973
- Gestorben in New York City, New York, USA
Der Student Robert Ryan schlug sich während der Weltwirtschaftskrise erfolgreich als Boxer durch. Als er das satt hatte, begann er als Hilfsarbeiter auf Kohlenfrachtern, beim Tunnelbau, schließlich als Handelsvertreter. Dann erst begann er eine Ausbildung als Schauspieler bei Max Reinhardt, der 1933 nach Amerika emigriert war.Einst ein erfolgreicher Boxer: Robert Ryan 
Nach ersten Filmerfahrungen gewann er 1943 einen Wettbewerb und konnte auf der Bühne die Hauptrolle in "Clash by Night" spielen. Die RKO gab ihm daraufhin einen 15-Jahresvertrag. In seinen zahlreichen Filmen - "Kreuzfeuer - Crossfire" (1947),"Ring frei für Stoker Thompson" (1949), "The Proud Ones", "Zurück aus der Ewigkeit" (beide 1956) oder "Das Leben ist Lüge" (1958) - spielte er oft Skrupellose, Bösewichter und Psychopathen. Ryan war einer der markantesten Chraktertypen des amerikanischen Kinos, ein Gangster und Abenteurer, ein harter, zynischer Westerner und ein lautstarker, jähzorniger Familienvater. Man sah ihn in Cecil B. DeMilles "Die scharlachroten Reiter" (1940), in Joseph Loseys "Der Junge mit den grünen Haaren" (1948), in Max Ophüls' "Gefangen" (1948) oder in Fritz Langs "Vor dem neuen Tag" (1952). Außerdem spielte er unter der Regie von Anthony Mann in dem Kriegsfilm "Tag ohne Ende" (1956).
Eine seiner schönsten und unvergesslichen Rollen spielte Robert Ryan in Sam Peckinpahs "The Wild Bunch" (1969). Als Thornton verfolgt er im Auftrag der Eisenbahngesellschaft seinen alten Gesellen Pike Bishop (William Holden). Es ist die Zeit der mexikanischen Revolution und in Agua Verde ist Thornton nur noch Zeuge eines Blutbades. Und jetzt, am Ende eines langen Weges der Trostlosigkeit findet der alte Westerner bei den Leuten von Pancho Villa noch einmal eine Aufgabe. "Es ist nicht mehr so wie es mal war, aber besser als gar nichts," sind seine letzten Worte.
Seine Eltern Timothy und Mabel Ryan gaben ihrem Sohn alle erdenklichen Möglichkeiten. Vater Ryan kümmerte sich um die sportlichen Anlagen und engagierte einen Boxlehrer. Die Mutter versuchte den musischen Ausgleich zu schaffen und Robert für Musik, Kunst und Literatur zu interessieren. Sie ließ ihn Geigenunterricht nehmen. So kam es, dass Robert Ryan sagen konnte "Ich war nicht anders als andere Kinder. Während ich auf meiner Geige übte, träumte ich davon, mit den anderen Kindern auf der Straße Fußball zu spielen. Aber andererseits kam es auch vor, dass ich mitten im Ballspiel eine schwierige musikalische Passage durchdachte."
Dies war das Grundproblem seines Lebens: der ständige Kampf zwischen sportlichen Möglichkeiten und dem Hang zur Muse. Es war die Ursache für die inneren Kämpfe, die in zahlreichen Unterbrechungen seiner Schauspielerlaufbahn zum Ausdruck kommen. Erst auf dem College von Dartmouth, wo er vier Jahre lang ungeschlagener Boxmeister im Schwergewicht war, lernte er, beide Veranlagungen, die geistige und die körperliche miteinander zu verbinden. Doch nach Abschluss seiner Ausbildung im Jahre 1932 wandte er sich zugunsten einer realistischeren Lebensvorstellung zunächst von allen künslerischen und sportlichen Dingen ab. Das führte ihn durch alle möglichen Berufe: Seemann, Arbeiter, Bergmann, Verkäufer, Cowboy, Leibwächter, Chauffeur und Fotomodell. Erst danach wandte er sich dem Theater zu, zuerst als unbezahlter Statist, dann als Schüler des Schauspielveteranen Edward Boyle.
Im Jahre 1944 ging Ryan zur Marine. Nach seiner Entlassung kehrte er zu RKO zurück. Sein erster Film nach dem Kriege,"Kreuzfeuer" von Edward Dmytryk, wurde nicht nur der größte Erfolg des Jahres, sondern brachte Ryan außerdem eine Oscar-Nominierung. Einige Jahre später löste Robert Ryan seinen Vertrag mit RKO und arbeitetet seitdem für alle großen Studios und unabhängige Produzenten in Hollywood. Eine von Robert Ryans hervorstechenden Eigenschaften ist sein bissiger Humor. So überfiel er vor Jahren einmal seinen Kollegen Cary Grant mit der Feststellung "Cary, ich beneide Dich. Deine Filme werden fast ausschließlich in so herrlichen Städten wie Paris, London, Monte Carlo oder Rom gemacht. Ich aber drehe meine meistens irgendwo in der Wüste mit dreckigem Hemd, zerknitterter Hose und fast immer unrasiert...".
Bemerkungen wie diese fallen allerdings nicht etwa aus Neid, sondern werden stets mit einem Augenzwinkern vorgebracht. Denn Robert Ryan liebte seinen Beruf und auch die Menschen, die er spielte.
Weitere Filme mit Robert Ryan: "Golden Gloves" (1939), "The Texas Rangers Ride Again" (ungenannt), "Queen Of The Mob" (ungenannt), "The Ghost Breakers" (alle 1940), "The Feminine Touch" (ungenannt, 1941), "Ohne Rücksicht auf Verluste", "Tender Comrade", "The Sky's the Limit", "The Iron Major", "Gangway for Tomorrow", "Behind the Rising Sun" (alle 1943), "Ledernacken" (1944), "Die Todesreiter von Kansas", "Berlin-Express", "Die Frau am Strand" (alle 1947), "Der Schrecken von Texas", "Akt der Gewalt" (1948), "I Married a Communist" (1949), "The Secret Fury", "Born to Be Bad", "Jagdgeschwader Wildkatze" (alle 1950), "Hard, Fast and Beautiful", "Das Syndikat", "Der einsame Kämpfer", "Der Rächer" (alle 1951), "Beware, My Lovely", "Fluch der Verlorenen", "Nackte Gewalt", "Stadt unter dem Meer" (alle 1952), "Verhängnisvolle Spuren" (1953), "Weißer Tod in Alaska", "Ihre zwölf Männer", "Stadt in Angst", "About Mrs. Leslie" (alle 1954), "Drei Rivalen", "Flucht nach Burma", "Tokio-Story" (alle 1955), "Gottes kleiner Acker" (1958), "Tag der Gesetzlosen", "Wenig Chancen für morgen" (beide 1959), "Die rote Schwadron", "König der Könige", "Titanen" (alle 1960), "Die Verdammten der Meere", "mo.1961_der_laengste_tag: Der längster Tag]" (beide 1961), "Die letzte Schlacht", "Spione unter sich", "The Crooked Road" (alle 1965), "Die gefürchteten Vier", "Das dreckige Dutzend" (beide 1966), "The Busy Body", "Die fünf Geächteten", "Ein Tag zum Kämpfen", "Mehr tot als lebendig" (alle 1967), "Anzio" (1968), "Kapitän Nemo" (1969), "Lawman" (1970), "Die Liebesmaschine" (1971), "Treibjagd" (1972), "The Man Without A Country", "Lolly-Madonna XXX", "The Iceman Cometh", "Unternehmen Staatsgewalt" und "Revolte in der Unterwelt" (alle 1973).
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4-Wochen-Vorschau für Robert Ryan
Freitag, 5. März 2010 8.30 - 9.00 ProSiebenHow I Met Your Mother Arrivederci, FieroComedyserie, USA, 2007, Folge 17 -
Robert Ryan
Darsteller 1940 Die scharlachroten Reiter
Northwest Mounted Police
Western, USAConst. Dumont 1944 Ledernacken
Marine Raiders
Kriegsfilm, USACaptain Don Craig 1946 Die Todesreiter von Kansas
Trail Street
Western, USAAllen 1947 Berlin-Express
Berlin Express
Thriller, USARobert Lindley 1947 Die Frau am Strand
The Woman On The Beach
Liebesfilm, USAScott 1947 Kreuzfeuer
Crossfire
Kriminalfilm, USASgt. Monty Montgomery 1948 Gefangen
Caught
Melodram, USASmith Ohlrig 1948 Der Junge mit den grünen Haaren
Melodram, USADr. Evans 1948 Akt der Gewalt
Act of Violence
Psychothriller, USA1948 Der Schrecken von Texas
Return of the Badmen
Western, USASundance Kid 1949 Ring frei für Stoker Thompson
The Set-Up
Boxerdrama, USABill Stoker 1950 Jagdgeschwader Wildkatze
Flying Leathernecks
Kriegsfilm, USACapt. Carl Griffin 1950 La seduttrice
Born to Be Bad
Drama, USANick 1951 Der Rächer
Best of the Badmen
Western, USAJeff Clanton 1951 Das Syndikat
The Racket
Gangsterfilm, USANick Scanlon 1952 Fluch der Verlorenen
Horizons West
Western, USADan Hammond 1952 Beware My Lovely
Thriller, USA1952 Stadt unter dem Meer
City Beneath the Sea
Abenteuerfilm, USABrad Carlton 1952 Clash by Night
Melodram, USAEarl Pfeiffer 1952 Nackte Gewalt
The Naked Spur
Western, USABen Vandergroat 1954 Ihre zwölf Männer
Her Twelve Men
Komödie, USAJoe Hargrave 1954 Stadt in Angst
Bad Day at Black Rock
Thriller, USAReno Smith 1955 Flucht nach Burma
Abenteuerfilm, USAJim Brcan 1955 Tokio-Story
House of Bamboo
Kriminalfilm, USASandy Dawson 1955 Drei Rivalen
The Tall Men
Western, USANathan Stark 1956 Tag ohne Ende
Men in War
Kriegsfilm, USALieutenant Benson 1958 Gottes kleiner Acker
God's Little Acre
Familiensaga, USATy Ty Walden 1958 Das Leben ist Lüge
Lonelyhearts
Melodram, USAWilliam Shrike 1959 Tag der Gesetzlosen
Day of the Outlaw
Western, USABlaise Starrett 1959 Wenig Chancen für morgen
Odds against Tomorrow
Thriller, USAEarl Slater 1960 Die rote Schwadron
The Canadians
Western, GroßbritannienCapt. Gannon 1960 König der Könige
King of Kings
Bibelfilm, USAJohannes der Täufer 1960 Titanen
Ice Palace
Familiensaga, USAThor Storm 1961 Die Verdammten der Meere
Abenteuerfilm, GroßbritannienJohn Claggart 1965 Spione unter sich
Guerre Secrete
Agententhriller, Deutschland, Frankreich, ItalienGeneral 1965 Die letzte Schlacht
Battle of the Bulge
Kriegsfilm, USAGeneral Grey 1966 Das dreckige Dutzend
The Dirty Dozen
Kriegsfilm, GroßbritannienColonel Everett Dasher Breed 1966 Die gefürchteten Vier
The Professionals
Western, USAHans Ehrengard 1967 Mehr tot als lebendig
Un minuto per pregare, un instante per morire
Italowestern, ItalienGouverneur Lem Carter 1967 Die fünf Geächteten
Hour of the Gun
Western, USAIke Clanton 1967 Ein Tag zum Kämpfen
Western, USAMulligan 1968 Anzio
Kriegsfilm, ItalienGeneral Carson 1969 The Wild Bunch - Sie kannten kein Gesetz
Western, USADeke Thornton 1969 Kapitän Nemo
Captain Nemo and the Underwater City
Fantasyfilm, USA1970 Lawman
Lawman
Western, USAMarshal Cotton Ryan 1972 Treibjagd
Kriminalfilm, FrankreichCharley 1973 Unternehmen Staatsgewalt
Politthriller, USAFoster 1973 Revolte in der Unterwelt
The Outfit
Gangsterfilm, USA1973 Lolly Madonna War
Melodram, USA1984 Birdy
Birdy
Drama, USAJoe Sagessa
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