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Patrick Swayze
Damit war seinerzeit Patrick Swayzes erfolgreiche Ballettkarriere jäh beendet. Doch er gab nicht auf: Nach Auftritten im Musical "West Side Story" konnte er 1978 am Broadway in die Wiederaufführung des Musicals "Grease" einsteigen, gerade als Paramount die Verfilmung des Erfolgsstücks mit John Travolta in der Hauptrolle herausbrachte. Das war ein Erfolg, aber beim Film hatte Swayze einen schweren Stand. Weder seine Mitwirkung in Francis Ford Coppola aufregendem Halbstarken-Film "Die Outsider" (1982) noch die Beteiligung in John Milius' antirussischen Hetzfilm "Die rote Flut" (1984) fanden Beachtung. Erst als Swayze in der Rolle des Tanzlehrers Johnny Castle einem hübschen jungen Mädchen in "Dirty Dancing" den Mambo beibrachte, bedeutete das 1987 seinen Durchbruch. Euphorische Kritiker in den USA hatten sich zum Vergleich mit dem jungen Marlon Brando oder dem Idol der Fünfzigerjahre, James Dean, verstiegen. Doch es waren nur die professionellen Tanzszenen und die Körpersprache, die wirklich beeindruckten. Dass man ihm den Newcomer Antonio Banderas für die Rolle des Che Guevara in Alan Parkers "Evita" vorgezogen hatte, muss ihn arg gekränkt haben, aber Swayze steckte das weg und erzählte gern, er habe Kafka, Nietzsche, Plato und Freud gelesen, habe sich im Buddhismus und der Scientologie bewegt. Das alles klang seltsam unnatürlich bei ihm. Dabei war der gelernte Tischler, dem man nachsagte, er habe alles in seinem Anwesen Rancho Bizarro in der Nähe von L.A. selbst gezimmert, ein durchaus geschickter Mann, der sein Licht nicht unter den Scheffel stellen musste. In dem 1987 gedrehten Sciencefiction-Film "Steel Dawn" spielte Swayze an der Seite seiner Frau Lisa Niemi, mit der er von 1975 bis zu seinem Tod verheiratet war. 1989 drehte er die Action-Filme "Road House" und "Ruf nach Vergeltung". An Originalschauplätzen in Kalkutta entstand 1991 "Stadt der Freude". Darin spielt Swayze einen idealistischen Arzt. Ein Film, mit dem er allerdings sang- und klanglos unterging. Seine zweifellos beste Rolle hatte Swayze 1990 als Wall-Street-Banker, der nach seiner Ermordung in Abraham Zuckers "Ghost - Nachricht von Sam" wiederkehrt. Weltweiten Erfolg brachte ihm das telegene Bürgerkriegsepos "Fackeln im Sturm" (1986). Sein ungewöhnlichster Auftritt war die Drag-Quen in Beeban Kidrons Transvestiten-Film "To Wong Foo, Thanks for Everything, Julie Newmar" (1995). Im Januar 2008 wurde bekannt, dass Patrick Swayze an Bauchspeicheldrüsenkrebs leidet. Seitdem kämpfte der Schauspieler gegen die Krankheit. Nachdem internationale Medien bereits am 20. Mai einer Twitter-Falschmeldung, Swayze sei gestorben, aufgesessen waren, starb der beliebte Darsteller am 14. September 2009 in Los Angeles im Kreis seiner Familie. Weitere Filme mit Patrick Swayze: "Fäuste, Gangs und heiße Öfen" (1982), "Die verwegenen Sieben" (1983), "Bodycheck" (1985), "Dirty Tiger" (1987), "The Player" (1992), "Vater mit kleinen Fehlern" (1993), "Das Geheimnis der drei Wünsche", "Pecos Bill" (beide 1995), "Black Dog" und "Letters from a Killer - Das Mörderspiel" (beide 1998), "Donnie Darko", "Waking Up in Reno" (beide 2001), "11:14" (2003), "Dirty Dancing 2", "George und das Ei des Drachen", "King Solomon's Mines" (alle 2004), "Das schwarze Manifest" (2005), "Mord im Pfarrhaus" (2006), "Jump" (2007), "Powder Blue - Am Ende bleibt Liebe" (2008). Demnächst im TV ...
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