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Richard Burton
(Richard Walter Jenkins jr.)
- Geboren am Dienstag, 10. November 1925
- Geboren in Pontrhydyfen, Port Talbot, Wales, Großbritannien
- Gestorben am Sonntag, 5. August 1984
- Gestorben in Céligny, Genf, Schweiz
Richard Jenkins - so der bürgerlicher Name von Richard Burton - stammt aus einer Waliser Bergarbeiterfamilie, zwölf Geschwister hatte er. Hunger ist ihm in der Kindheit nicht fremd. Dennoch kämpft er sich hoch: Er studiert in Oxford, ist aktiv im Studententheater. Der Aufstieg erfolgt dann sehr rasch, bis er eines Tages auf der Bühne des Old Vic steht.Versuchte die widerspenstige Elizabeth Taylor zu zähmen: Richard Burton 
Zu Beginn seiner Karriere ist er das, was man ein vielversprechendes Schauspieltalent nennt. In England hat er in denkwürdigen Bühneninszenierungen, vor allem in Shakespeare-Stücken, gespielt: im Westend Theater wie am Globe, sowie im Shakespeare Memorial Theatre in Stratford-On-Avon. In der Schule hilft ihm zunächst einmal der Lehrer Philip Burton, sein sprachliches Talent zu entfalten und den walisischen Akzent loszuwerden. Später nimmt Richard Jenkins den Nachnamen seines Mentors an. Als er sein Studium in Oxford beginnt, ist er 16 Jahre alt, mit 19 debütiert er in Emlyn Williams' "Druid's Rest" am Londoner Westend Theater.
Mit der Aufführung von Christopher Frys "Die Dame ist nicht für's Feuer", 1949 von Sir John Gielgud am Globe Theatre inszeniert, feiert er seinen großen Durchbruch. 1948 ist er zum ersten Mal im Film ("Now Barabbas Was A Robber"); eine Reihe unbedeutender Produktionen entstehen in dieser Zeit, doch es dauert nicht lange, bis Burton erfolgreich und bekannt wird: 1952 spielt er unter Henry Koster in "Meine Cousine Rachel" nach Daphne Du Maurier an der Seite von Olivia De Havilland. Dies war sein Hollywood-Debüt. Gleich diese erste Rolle bringt ihm eine Oscar-Nominierung.
Die nächsten Filme sind gewaltige Box-Office-Erfolge, etwa "Die Wüstenratten" von Robert Wise. Der Bibel-Monumentalfilm "Das Gewand" (1953, Regie: Henry Koster) begründet Burtons Starruhm, Tony Richardsons Osborne-Adaptation "Blick zurück im Zorn" (1959) neben Claire Bloom bringt den künstlerischen Erfolg. Burtons Ausdrucksreichtum, seine Vielseitigkeit, Spontaneität und Elastizität sorgen auf der Bühne und im Film immer wieder für Überraschungen. Selbst für kleinste Rollen ist er sich nie zu schade, wenn ihm die Inszenierung, der Stoff, das Ensemble zusagen.
Die auf "Das Gewand" folgenden Filme sind weniger erfolgreich im Kino, geben ihm aber Gelegenheit, sein breites Talent zu entfalten. So spielt er den großen Edwin Booth in "König der Schauspieler" (1955) unter der Regie von Philippe Dunne; Jean Negulesco ist der Regisseur der Louis-Bromfield-Verfilmung "Der große Regen" (1955, mit Lana Turner), Robert Rossen inszeniert 1956 den Monumentalfilm "Alexander der Große" mit Frederic March und Claire Bloom. 1960 kehrt er mit großem Erfolg auf die Bühne zurück und spielt an der Seite von Julie Andrews in dem Musical "Camelot". Das Musical ist noch erfolgreich auf der Bühne, da nimmt Richard Burton die Rolle des Marc Anton in dem aufwendigen Geschichtsschinken "Cleopatra" (1962) an. Der Film untermauert einerseits Burtons weltweiten Starruhm, andererseits gerät der bislang von Skandalen verschonte Mann in einen unvergleichlichen Publicity-Wirbel, der erst 12 Jahre später abebbt: Am Set des Monumentalfilms ist Elizabeth Taylor seine Partnerin. Ihretwegen lässt er sich nach 14-jähriger Ehe von der walisischen Schauspielerin Sybill Williams scheiden. Die Ehe mit der Diva Taylor wird zum unvergleichlichen Abenteuer, Skandale begleiten Privat- und Berufsleben, und mancher Regisseur leidet darunter.
Auch wenn Burton nicht mit seiner Ehefrau spielt, wie in dem großartigen "Becket" (1964, Regie: Peter Glenville) und John Hustons oft missverstandenem "Nacht des Leguan" (1963, nach Tennessee Williams): Liz Taylors Eifersucht auf Burtons Partnerinnen Ava Gardner, Romy Schneider (in Clive Donners "Was gibt's Neues, Pussy?" von 1965) oder Claire Bloom (Martin Ritts "Der Spion, der aus der Kälte kam") liefert immer wieder Grund für Publicity wirksamen Zoff. Und genau das inszeniert der Bühnenregisseur Mike Nichols in seinem Kinodebüt: Edward Albees Stück "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" (1966) erhält durch die Besetzung mit Burton und Taylor eine unvergleichliche Authentizität bekommt.
Das wiederholt sich ein Jahr später, als Franco Zeffirelli mit den beiden Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung" verfilmt. Ein Ereignis für den Schauspieler Richard Burton ist Sir John Gielguds "Hamlet"-Inszenierung: Der Klassiker kommt am Broadway heraus und geht fast ein Jahr lang in den USA und Kanada auf Tournee. Die Inszenierung, die noch im Premierenjahr aufgezeichnet und im Kino gezeigt wird, erlebt fast jeden Tag eine Aufführung. Mitte der Siebzigerjahre lässt der Kinoerfolg nach, die Rollenangebote sind nicht so gewaltig wie noch ein paar Jahre zuvor. Da geht Burton an den Broadway zurück und spielt 1976 den Dr. Dysart in "Equus". Für Sidney Lumets Kinoversion, die an der Kasse nichts einbringt, erhält er seine siebte und letzte Oscar-Nominierung. Aber keine davon war erfolgreich.
Lange hat man auf seinen "King Lear" gewartet, doch diese Rolle hat er - trotz mehrerer Anläufe - über Jahre hinweg nie gespielt. Dafür war 1980/81 die Wiederaufnahme von "Camelot" ein gewaltiger Erfolg. In der vielgescholtenen Broadway- Produktion of "Private Lives" steht er 1983 zum letzten Mal - und nach langer Zeit wieder gemeinsam mit Elizabeth Taylor auf der Bühne. Seine letzte Filmrolle spielt der bereits todkranke Burton in Michael Radfords Neuverfilmung von George Orwells "1984" (1984). Er stirbt wenig später nach einem wild-bewegten Leben. Burton war fünfmal verheiratet, zweimal davon mit Elizabeth Tayor. Seine Tochter Kate Burton (1957) aus der ersten, 14-jährigen Ehe mit Sybil Williams, ist eine angesehene Bühnenschauspielerin.
Weitere Filme mit Richard Burton: "The Last Days Of Dolwyn" (1949), "Schicksal zwischen Ebbe und Flut", "The Woman With No Name" (beide 1950), "Green Row The Rushes" (1951), "Die Gladiatoren" (1954), "Treibgut der Leidenschaft" (1956), "Bitter war der Sieg" (1957), "Jeder zahlt für seine Schuld" (1959), "Titanen" (1960), "Dylan Thomas", "Der längste Tag" (beide 1961), "Hotel International" (1963), "Hamlet", "Die alles begehren" (beide 1965), Joseph Loseys "Brandung", "Die Stunde der Komödianten", "Dr. Faustus" (alle 1967), "Agenten sterben einsam", "Candy", "Unter der Treppe" (alle 1968) "Königin für 1000 Tage" (1969), "Die alles zur Sau machen", "Im Morgengrauen brach die Hölle los", "Das Mädchen und der Mörder", "Unter dem Milchwald" (alle 1971), "Sutjeska - Heldenkampf in Bosnien", "Hammersmith Is Out", "Blaubart" (alle 1972), "Das Massaker - Der Fall Kappler", "Seine Scheidung, ihre Scheidung", Vittorio De Sicas "Reise nach Palermo" mit Sophia Loren (alle 1973), "Flüchtige Begegnung", "Verflucht sind sie alle" (beide 1974), "Resistance" (1976), "Der Exorzist II", "Die Wildgänse kommen" (beide 1977), Jack Golds "Der Schrecken der Medusa", "Steiner - Das Eiserne Kreuz II", "Absolution", "Das verrückte California-Hotel" (alle 1978), "Love Spell" (1979), "Circle Of Two" (1980), "Wagner" (1982), "Alice In Wonderland" (1983) und "Ellis Island" (1984).
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4-Wochen-Vorschau für Richard Burton
Samstag, 13. Februar 2010 17.55 - 20.15 MGMDie Wildgänse kommen Actionfilm, Großbritannien, 1977, 130 min, FSK 16Sonntag, 14. Februar 2010 9.00 - 10.55 Festival (ARD digital)Hotel International Melodram, Großbritannien, 1963, 115 min, FSK 1218.35 - 20.15 MGMDie Reise nach Palermo Melodram, Italien, 1973, 98 min, FSK 12Sonntag, 28. Februar 2010 21.50 - 0.05 MGMDie Wildgänse kommen Actionfilm, Großbritannien, 1977, 130 min, FSK 16Dienstag, 2. März 2010 18.00 - 20.15 MGMDie Wildgänse kommen Actionfilm, Großbritannien, 1977, 130 min, FSK 16Montag, 8. März 2010 0.05 - 2.00 SWRHotel International Melodram, Großbritannien, 1963, 114 min, FSK 12 -
Richard Burton
Regie 1967 Dr. Faustus
Doctor Faustus
Geschichtsfilm, GroßbritannienDarsteller 1950 Schicksal zwischen Ebbe und Flut
Waterfront
Drama, GroßbritannienBen Satterthwaite 1952 Meine Cousine Rachel
My Cousin Rachel
Thriller, USAPhilip Ashley 1953 Die Wüstenratten
The Desert Rats
Kriegsfilm, USACapt. "Tammy" MacRoberts 1953 Das Gewand
The Robe
Monumentalfilm, USAMarcellus Gallio 1955 Der große Regen
The Rains of Ranchipur
Melodram, USADr. Safti 1956 Alexander der Große
Alexander the Great
Historienfilm, USAAlexander der Große 1957 Bitter war der Sieg
Kriegsfilm, Frankreich/USACapt. Jimmy Leigh 1959 Jeder zahlt für seine Schuld
The Brambme Bush
Drama, USAGuy 1959 Blick zurück im Zorn
Look Back in Anger
Literaturverfilmung, GroßbritannienJimmy Porter 1960 Titanen
Ice Palace
Familiensaga, USAZeb Kennedy 1961 Der längste Tag
The Longest Day
Kriegsfilm, USARAF-Pilot 1962 Cleopatra
Cleopatra
Monumentalfilm, USAMarcus Antonius, römischer Feldherr 1963 Hotel International
The V.I.P.s
Melodram, Großbritannien1963 Die Nacht des Leguan
The Night of the Iguana
Literaturverfilmung, USA1964 Becket
Historiendrama, Großbritannien, USAThomas à Becket 1965 Die alles begehren
The Sandpiper
Melodram, USADr. Edward Hewitt 1965 Der Spion, der aus der Kälte kam
The Spy Who Came In from the Cold
Agentenfilm, GroßbritannienAlec Leamas 1966 Wer hat Angst vor Virginia Woolf?
Who's Afraid Of Virginia Woolf?
Drama, USAGeorge 1966 Der Widerspenstigen Zähmung
The Taming Of The Shrew
Komödie, Großbritannien, ItalienPetrucchio 1967 Brandung
Boom
Drama,Chris Flanders 1967 Die Stunde der Komödianten
The Comedians
Literaturverfilmung, USABrown 1967 Dr. Faustus
Doctor Faustus
Geschichtsfilm, GroßbritannienDr. Faustus 1968 Unter der Treppe
Staircase
Tragikomödie, GroßbritannienHarry 1968 Agenten sterben einsam
Where Eagles Dare
Kriegsfilm, GroßbritannienMajor John Smith 1968 Candy
Erotiksatire, USA, Italien, FrankreichMacPhisto 1969 Königin für 1000 Tage
Anne of the Thousand Days
Historienfilm, GroßbritannienKönig Heinrich VIII. 1971 Das Mädchen und der Mörder
L'assassinio di Trotzky
Politthriller, Italien/FrankreichLeon Trotzki 1971 Im Morgengrauen brach die Hölle los
Raid on Rommel
Kriegsfilm, USACaptain Alex Foster 1972 Blaubart
Barbe-Bleue
Psychothriller, Deutschland/Italien/FrankreichBlaubart (Baron von Sepper) 1973 Das Massaker - Der Fall Kappler
Rappressaglia
Kriegsdrama, Italien/FrankreichOberst Herbert Kappler 1973 Die Reise nach Palermo
Il viaggio
Melodram, ItalienCesare Braggi 1974 Flüchtige Begegnung
Romanze, GroßbritannienAlec Harvey 1974 Verflucht sind sie alle
The Klansman
Thriller, USABreck Stancill 1977 Die Wildgänse kommen
The Wild Geese
Actionfilm, GroßbritannienAllen Faulkner 1977 Equus - Blinde Pferde
Equus
Psychodrama, GroßbritannienDr. Martin Dysart 1977 Der Exorzist II - Der Ketzer
Exorcist II - The Heretic
Horrorfilm, USAPater Lamont 1978 Absolution
Absolution
Drama, GroßbritannienFather Goddard 1978 Steiner - Das Eiserne Kreuz 2. Teil
Kriegsfilm, DeutschlandFeldwebel Steiner 1978 Der Schrecken der Medusa
The Medusa Touch
Horrorfilm, Frankreich, GroßbritannienJohn Morlar 1980 Zwei Herzen voller Liebe
Circle of Two
Melodram, KanadaAshley St. Clair 1982 Wagner
Spielfilm, Großbritannien/Ungarn/ÖsterreichRichard Wagner 1984 1984
Sciencefiction, GroßbritannienO'Brien 2006 Der Krieg der Welten - Das Musical
Jeff Wayne's Musical Version of The War of The Worlds
Musical, GroßbritannienGeorge Herbert, The Journalist
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