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Pius XII.Geschichtsdrama, Deutschland, Italien 2010, Regie: Christian Duguay, Buch: Elisabeth von Molo, Kamera: Fabrizio Lucci, Musik: Andrea Guerra. Mit: James Cromwell, Nathalie Rapti Gomez, Alessandra Mastronardi, Marco Foschi, Ettore Bassi, Miquel Herz-Kestranek, Ken Duken, Daniel Baldock, Holger Daemgen, Mathias Herrmann, Heinz Trixner, Cesare Bocci, Christine Neubauer, Andrea Tidona, Vincent Riotta, Marguerite Sikabonyi, Roberto Nobile, Elena Arvigo, Carla Cassola, Pietro Ragusa.
Der kanadische Regisseur Christian Duguay nimmt sich gern historischer Personen an, man denke etwa an "Jeanne d'Arc - Die Frau des Jahrtausends", "Hitler - Aufstieg des Bösen" oder den Heiligenfilm "Augustinus". In diesem zweiteiligen Geschichtsdrama befasst er sich erneut mit einer historischen Persönlichkeit: Papst Pius XII. (1876-1958), der von den Gläubigen verehrt wurde, den Kritiker allerdings als tatenlosen Mitwisser des Holocaust verurteilten. Sein Pontifikat ist umstrittener als das jedes anderen Papstes der Neuzeit. Schicksalhaft ist der Weg des Kirchenfürsten von Anfang an mit dem Aufstieg und Fall Hitlers verstrickt. Doch anders als etwa Constantin Costa-Gavras in seiner gefeierten Hochhuth-Verfilmung "Der Stellvertreter", die nach der Mitschuld von Papst Pius XII. und der katholischen Kirche an der Judenverfolgung im nationalsozialistischen Deutschland fragt, beschränkt sich Duguay hier auf einen Art offizielle Papst-Geschichte, die nicht durchweg überzeugen kann, zumal sich der Zweiteiler immer wieder von Pius XII. entfernt und offenbar mehr an der fiktiven Liebesgeschichte interessiert ist. Einen starken Auftritt als fieser Nazi hat allerdings Ken Duken. Foto: BR/Moris Puccio/Lux Vide |